Wäsche waschen leicht gemacht

22. März 2011 | Von | Kategorie: Allgemein

Jede Faser benötigt ihr eigenes Pflegeprogramm, damit Ihre Kleidung lange aussieht wie neu. Dies gilt insbesondere für Wolle: Schurwolle, Angora, Mohair, Kaschmir und Alpaka.

www.pixelio.de / Dietmar Meinert

Quelle: www.pixelio.de / Dietmar Meinert

Schurwolle (am besten vom Merinoschaf) sollten Sie entweder per Handwäsche mit einem Vollwaschmittel oder bei 30 Grad im Vollwaschgang reinigen. Für Angora-Wolle gilt die gleiche Anwendung. Damit auch Ihr Lieblingspulli aus Angora lange seinen Plüsch behält, empfiehlt es sich diesen einmal nach dem Trocknen mit einer Naturhaarbürste behutsam gegen den Strich zu bürsten. Mohair ist die leichteste Naturfaser und stammt von türkischen Angoraziegen. Diese Faser sollte niemals mit aggressivem Waschmittel oder zu heißem Wasser gewaschen werden. Idealerweise sollte Mohair trocken behandelt werden. Eine mindestens genauso empfindliche Faser stellt Kaschmir dar. Kleidungsstücke aus Kaschmirwolle sollten zunächst nur gelüftet werden und erst nach zehnmaligem Tragen gewaschen werden. Ansonsten leiden die Fasern zu sehr, denn diese Wollart ist um ein Vielfaches feiner als Menschenhaar.

Alpaka ist eine sehr teure Wolle, weil Alpakas nur alle 2 Jahre geschoren werden. Aber im Gegensatz zu den vorher genannten Wollarten benötigt sie nur ein Minimum an Umsorge, es reicht aus wenn sie immer wieder gelüftet wird. Sollte doch einmal ein Fleck zu behandeln sein, dann geben sie das Kleidungsstück niemals in die Waschmaschine, sondern säubern es per Hand mit ein wenig Waschmittel.

Flüssigwaschmittel sind ideal für Maschinenwäsche und Handwäsche. Für die oben genannten empfindlichen Wollarten empfehlen sich folgende Produkte:

  • Lammfell Schampoo von C. Hirsch für 4€
  • Perwoll für Wolle und Feines für 5€
  • Wool & Cashmere Shampoo von The Laundress für 21€
  • Coral Wolle & Seide für 5€
  • Tenermoll für Wolle und Kaschmir für 7,50€
  • Wollkur von Sonett (enthält nur Pflanzentenside) für 6€

Um zu verhindern, dass die Farben Ihrer Wollpullover verblassen, sollten Sie die Kleidungsstücke nicht ins direkte Sonnenlicht stellen, sondern im Schatten trocknen lassen. Für Stricksachen gilt: Nur waschen, wenn die Kleidung verschmutzt ist, ansonsten die Wolle leicht anfeuchten und über Nacht trocknen lassen.

Tipp: Einen Spritzer Essigessenz in die Handwäsche geben, somit werden zum einen die Fasern aufgefrischt und zum anderen bleiben Ihre Kleidungstücke lange kuschelig weich.

Bei allen anderen Fasern, die nicht so pflegeintensiv sind, könnten sie beim Waschen Einsparungen vornehmen. Wenn Sie die Temperatur von beispielsweise 60 auf 40 Grad bei alltäglichem Verschmutzungsgrad herabsetzen, sinkt der Stromverbrauch um etwa ein Drittel. Das dankt Ihnen nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihre Geldbörse. Falls Sie jedoch grundsätzlich ihre Wäsche nur bei 30 bis 40 Grad waschen, empfiehlt es sich die Wäsche gelegentlich bei 60 Grad zu waschen. Denn bei niedrigen Temperaturen werden nicht alle Keime abgetötet. Viele Waschmaschinen verfügen heutzutage über eine so genannte „Spar-Funktion“. Dieses Waschprogramm hat nur einen halb so hohen Verbrauch an Wasser und Strom. Verstärkt wird der Effekt, wenn Sie die Waschmaschine mit voller Ladung einschalten.

Die Dosierung des Waschmittels sollte in Abhängigkeit vom Verschmutzungsgrad und Härtegrad des Wassers zur Wäsche hinzugegeben werden. Denn die Dewiese „Viel hilft auch viel.“ trifft hier nicht zu. Bei hartnäckigen Flecken müssen Sie nicht teure, handelsübliche Mittel kaufen, sondern können auf das altbewerte Hausmittel „Essigessenz“ zurückgreifen. Dieses mischen Sie im Verhältnis 1:1 mit Wasser und im Anschluss waschen Sie die Kleidungsstücke dann wie gewohnt

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