Wie sollte ein Kinderzimmer eingerichtet sein?

5. November 2010 | Von | Kategorie: Allgemein

Ein Kinderzimmer durchläuft in Sachen Gestaltung und Einrichtung einen langen Entwicklungsprozess. Denn eine altersgerechte Ausstattung orientiert sich immer an den Bedürfnissen des Kindes, diese variieren in den verschiedenen Lebensabschnitten: Säuglingsalter, Vorschulalter, Pubertät.

Also sollte ein Kinderzimmer ausreichend Platz für die Fantasie und den Bewegungsdrang Ihres Kindes bieten. Doch neben der Spielecke sollte auch noch Platz bleiben für eine Ruhezone, die eine Schlafecke und eine Vorleseecke beinhalten sollten.

Die farbliche Gestaltung ist Geschmackssache, doch sollten Sie nicht zu viele Farben verwenden, hierzu zählen auch die Farben der Spielsachen und selbstgemalte Bilder. Wenn zu viele Farben verwendet werden, kann dies leicht in einer Reizüberflutung münden.

Ein besonderes Augenmerk sollten Sie auf die Auswahl des Mobiliars legen. Dieses sollte vor allem kindgerecht, das heißt standsicher, strapazierfähig und pflegeleicht sein und die Fantasie des Kindes anregen. Sie sollten Mobiliar in einem zeitlosen Design auswählen, dann können Sie gegebenenfalls das ein oder andere Teil hinzufügen oder austauschen, um sich der Entwicklung des Kindes anpassen zu können. Doch um auf die jeweiligen Interessen des Kindes einzugehen, können Sie die Wohnaccessoires, Textilien (Bettwäsche, Vorhänge, Teppiche, etc.) und die Wandfarbe mit wenigen Handgriffen ändern.

Das wichtigste neben der Funktionalität der Möbel ist das Material. Die Gesundheitsunbedenklichkeit von Kindermöbel ist vor allem vom Material abhängig. Einrichtungsgegenstände aus Massivholz sind zwar umweltschonend und können notfalls restauriert werden, können aber so genannte „Terpene“ enthalten, die Allergien auslösen können. Deshalb sollten Sie nur Massivholzmöbel aus Ahorn, Buche oder Eiche kaufen. Möbel aus Furnierhölzer oder Kunststoff sind zwar erheblich billiger, aber diese können gesundheitsgefährdende Bestandteile wie Weichmacher, Farbstoffe oder Dämpfe enthalten.

Qualitätszeichen und Gütesiegel:

  • Goldenes M
  • Blauer Engel
  • GS – Geprüfte Sicherheit
  • Furnier – Echtholz
  • eco-Institut-Label
  • Öko-Kontrol
  • RAL-Zeichen
  • IUG Allergiker geeignet
  • IBR Prüfsiegel
  • FSC Siegel

Zudem sollten Sie Ecken, Kanten und Griffe des Mobiliars abrunden, damit die Kleinen ihren Bewegungsdrang ohne Bedenken ausleben können. Möbel werden von Kindern auch oft im Spiel genutzt, deshalb sollten diese auch über eine gewisse Standfestigkeit. Deshalb prüfen Sie mit Hilfe des „Rüttel-Tests“ bereits im Möbelgeschäft die Standfestigkeit der zukünftigen Kinderzimmereinrichtung. Außerdem ist es ratsam die Schrauben der Möbel alle 6 Monate nachzuziehen. Einen besonders langen Nutzen haben Sie von Möbeln, die höhenverstellbar sind, diese lassen sich nämlich bis zu einem gewissen Grad der Größe Ihres Kindes anpassen.

Doch nicht nur bei den Möbeln sollten Sie ein Augenmerk auf die Gesundheitsverträglichkeit legen, sondern auch bei Farben, Stoffen und Bodenbelägen. Denn Kinder entdecken die Welt mit allen Sinnen. Für Kissen, Decken und Tüchern empfiehlt es sich auf Synthetikgewebe und Naturfasern, wie zum Beispiel Baumwolle, zurückzugreifen, diese sind pflegeleicht und sogar für Allergiker geeignet. Dieselben Vorteile haben Sie bei kurzfloriger Auslegware und Teppichen. Zu guter Letzt mindern Steckdosenabdeckungen, Antirutschmatten für Teppiche, Klemmschutz für die Tür sowie Sicherheitssperren für Schubladen und Schranktüren das Sicherheitsrisiko für die lieben Kleinen.

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