Wie funktioniert eine Wandheizung?

20. Mai 2010 | Von | Kategorie: Energie und Heizen

Wandheizungen werden wie die Fußbodenheizung zu den Flächenheizungen gezählt. Flächenheizungen geben die so genannte Strahlungswärme, die der Wärme der Sonne ähnelt, ab. Aufgrund der gleichmäßigen Abgabe von Wärme herrscht in den Räumen ein gemütliches Klima.

Vorteile und Nachteile einer Wandheizung

www.pixelio.de / Bastian Scheefe)

Dieser Anblick kann schon bald der Vergangenheit angehören (Quelle: www.pixelio.de / Bastian Scheefe)

Im Gegensatz zu standardmäßigen Heizungsanlagen benötigen Wandheizungen eine geringere Vorlauftemperatur. Mit diesem altbekanntem Prinzip aus der Römerzeit können Sie laut Immowelt mit jedem Grad Differenz 6 Prozent Energie und somit auch Kosten einsparen. Denn je größer die Heizfläche ist, desto niedriger kann die Heiztemperatur sein. Positiver Nebeneffekt: kalte, beziehungsweise feuchte Außenwände oder sogar Schimmelbildung gehören der Vergangenheit an. Diese Heizungsmethode eignet sich für jeden Allergikerhaushalt, weil sie kaum Staubverwirbelungen verursacht. Zudem können Sie noch Platz sparen und Ihre Räume aufwerten, da die meist unansehnlichen Heizkörper verschwinden.

Da Ihre Wände als Heizung fungieren, dürfen Sie diese nicht mit größeren Möbelstücken versperren. Auch beim Anbringen von Bildern oder Regalen mit Hilfe von Nägeln oder Schrauben müssen Sie vorsichtig sein. Denn schließlich könnten Sie dabei ein Heizungsrohr treffen. Bei einer Wandheizung gilt: Je hochwertiger die Wärmedämmung des Hauses ist, desto geringer werden die Investitionskosten. Dennoch ist die Wandheizung günstiger als die Fußbodenheizung, weil eine kleinere Fläche mit Heizungsrohren ausgerüstet werden muss. Aufgrund der technischen Weiterentwicklungen werden die Kosten in den kommenden Jahren weiter sinken.

Planung und Installation

Eine ausreichende Dämmung der Außenwände wird bei der Installation vorausgesetzt. Heizschlangen können zum einen direkt auf dem Mauerwerk (bei Neubau oder Anbau) befestigt und anschließend verputzt werden. Zum anderen besteht die Möglichkeit auf die bereits vorhandene Dämmung (bei Altbau) die Heizungsrohre zu integrieren. Deshalb können Sie hier zwischen Putz und Trockenbauplatte wählen. Dann können Sie die Wände wie bei jedem herkömmlichen Mauerwerk mit Tapete, Farbe, Strukturputz oder Fliesen versehen und nach Ihren Wünschen gestalten.

Wandheizungen nutzen das Speichervermögen von Baumaterialien hervorragend aus. Idealer Weise funktioniert eine Wandheizung mit Lehm, denn dieser unterstützt die Arbeitsweise einer Wandheizung am besten.

Firmenbeispiel

Der Hersteller „Joco“ bietet Ihnen mit seiner „KlimaWand“ nicht nur eine Heizung für das kalte Winterhalbjahr, sondern auch eine Kühlung für die warmen Sommertage. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite: www.joco-epr.de

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Ein Kommentar
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  1. Guter Überblick, aber ein Nebensatz muss man hier nochmal deutlich hervorheben, denn gerade bei Flächenheizungen wie einer Wandheizung muss man die Wanddämmung sehr beachten. Denn sonst sorgt man dafür, dass die Hitze zu einem noch größeren Teil in einen anderen Raum (gerade noch OK) oder nach draußen (nicht OK) geleitet wird.

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