Welche ist die passende Sauna für Sie?

12. Februar 2010 | Von | Kategorie: Bad und Sanitär

Das Schwitzbad ist ein sehr altes Kulturgut der Menschheit, dessen Tradition bis in die Steinzeit zurückreicht. Von Amerika gelangte es über die Beringstraße nach Asien und von da über den Mittelmeerraum nach Europa. Aufgrund vieler kultureller Veränderungen verschwand diese Tradition zwischen 1700 und 1800 fast vollständig. Einen Neubeginn startete das Schwitzbad in den 20er Jahren mit der Verbreitung des finnischen Begriffes „Sauna“. In den 90er Jahren setzte dann ein regelrechter Gründungsboom von Saunen ein.

Heute gibt es mehr als 10.000 öffentliche Saunaanlagen in Deutschland. Hinzu kommen etwa 1,66 Millionen private Saunabäder. Des Weiteren gibt der Deutsche Sauna-Bund an, dass 30 Millionen aller Bundesbürger über 14 Jahren fast regelmäßig Saunabaden gehen; laut einer Umfrage aus 2004. Über viele Jahrtausende hinweg hat sich das Schwitzbad seinen Weg gebahnt und je nach Kulturkreis haben sich viele verschieden Varianten entwickelt. Damit Sie besser entscheiden können, welche Saunaart zu Ihnen passt, stellen wir Ihnen die Bekanntesten vor:

epr / Saunalux

Quelle: epr / Saunalux

  • Die Finnische Sauna ist die bekannteste Saunaart. Es herrschen Temperaturen von 80 bis zu 120 Grad Celsius. Der Körper wird aufgrund der Kombination aus trockener Wärme und geringer Luftfeuchtigkeit kaum belastet. Dadurch fängt man schnell an zu schwitzen. Dank vieler Studien haben Ärzte bewiesen, dass der regelmäßige Besuch einer finnischen Sauna gut für die Gesundheit ist. Das Immunsystem wird gestärkt, die Haut wird gereinigt und der Blutdruck wird gesenkt (für kurze Zeit).
  • Das türkische Hamam ist ein orientalisches Dampfbad, das im gesamten islamischen Kulturkreis anzutreffen ist. Es beinhaltet neben dem Schwitzbad auch Massagen und Peelings, aber keine Kaltwasseranwendungen. Im Gegensatz zur finnischen Sauna müssen Sie für einen Saunagang mehrere Räume passieren: zunächst von einem Ruheraum in den nächsten, bevor es ins Dampfbad geht, als Abschluss folgen Massagen und Peelings. Hamam-Gänger versichern eine tiefe Reinigung der Haut und Entspannung der Muskeln.
  • Das ägyptische Rasulbad (Rhassoul) hat das Hamam zum Vorbild und verbindet Schwitzbad und Heilerdenanwendung miteinander. Zunächst wird der ganze Körper mit Heilschlamm eingerieben, der Schlamm wird im Kräuterdampfbad noch einmal einmassiert und anschließend abgeduscht. Den Abschluss bildet ein Besuch im Ruheraum. Es herrschen Temperaturen von 40 bis zu 50 Grad Celsius bei einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 80 Prozent. Die Kombination aus Heilerde, Wärme und Feuchtigkeit löst Muskelverspannungen, unterstützt das Immunsystem und reinigt die Haut besonders behutsam.
  • Die russische Variante der finnischen Sauna nennt sich Banja. Es ist ein Wechselbad, bei dem die Luft bis zum Siedepunkt angefeuchtet wird (Nebelbildung) und eine Temperatur von etwa 70 Grad Celsius herrscht. In der russischen Badehütte befindet sich in der Mitte ein Kessel mit Birkenzweigen, die einen angenehmen Duft verbreiten, dies soll gut für Haut und Haare sein. Während einer traditionellen Anwendung werden die Birkenzweige (Wenik) genutzt, um sich gegenseitig abzuklopfen. Dies fördert die Durchblutung. Zum Abschluss wird der Körper mit kaltem Wasser (Eisabrieb) abgekühlt und entspannt sich bei einer Teezeremonie.

Eine abgewandelte Form der Sauna ist die Infrarotkabine. Über diese können Sie hier mehr erfahren.

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