Was Sie über Innendämmung wissen sollten

3. März 2010 | Von | Kategorie: Gebäudetechnik

Besonders wenn es draußen kalt ist, freut man sich auf ein warmes zu Hause. Doch oft wird erst in der kalten Jahreszeit deutlich, dass die Wohnung oder das Haus schlecht isoliert ist. In diesen Fällen hilft es auch wenig, die Heizkörper voll aufzudrehen. Der leichtere Weg ist da eine Verbesserung der Dämmschicht.

Bevor Sie jedoch über eine Innendämmung nachdenken, sollten Sie erst sicher gehen, dass eine Außendämmung nicht möglich ist. Denn in der Regel ist eine Außendämmung auf lange Sicht besser. Wenn sie jedoch beispielsweise aus finanziellen Gründen nicht möglich ist, bietet sich die Innendämmung als Alternative an.

Beachten Sie die Details bei der Innendämmung.

Dabei sind jedoch einige Dinge zu beachten, daher sollten Sie unbedingt einen Fachmann zu Rate ziehen. Bei nicht fachgerechter Arbeit droht ansonsten Schimmelbefall. Sie sollten zum Beispiel in Erwägung ziehen, eine so genannte „Dampfsperre“ einbauen zu lassen. Diese soll die Bildung von Schwitzwasser verhindern und somit auch den Schimmelbefall vermeiden. Besonders gefährdet sind die Übergangsstellen von Wand zu Decke, oder auch die Tür- und Fensternischen. An diesen Stellen sollten Sie darauf achten, dass auch hier in derselben Stärke gedämmt wird, wie bei der restlichen Fläche. Das gleiche gilt für die Heizkörpernischen. Bei den Zimmerecken oder dem Übergang zur Decke ist jedoch keine durchgängige Verlegung des Materials möglich. Daher ist an diesen Stellen besondere Aufmerksamkeit gefragt. Um dem Schimmelbefall vorzubeugen sollten Sie ausreichend Heizen und Lüften. Geeignetes Material zum Dämmen ist beispielsweise Styropor, dieses ist vergleichsweise günstig

Generell bietet sich Innendämmung nur dann an, wenn der Raum nicht dauerhaft genutzt wird. Denn bei ständigem Heizen, werden die Temperaturunterschiede zwischen der Außenwand und der Innenwand so groß, dass sich Schimmel kaum verhindern lässt. Bei seltener genutzten Räumen, ist die Gefahr jedoch nicht so hoch. Zudem wird der Raum mit der Innendämmung bei Bedarf schnell warm, da die Wärme nicht bis ins äußere Mauerwerk vordringt und der Raum sich so schneller erwärmt. Das gleiche gilt jedoch auch andersrum, bei Sonnenschein dringt die Wärme gar nicht, oder nur verzögert bis ins Innere vor.

Einen Vorteil bietet die Innendämmung aber dennoch: Der Umbau ist unabhängig vom Wetter. Hat man sich beim Fachmann erkundigt und weiß über die tückischen Stellen Bescheid, kann man die Innendämmung auch in Eigenleistung vornehmen. Dadurch stehen Sie weder unter finanziellem noch unter zeitlichem Druck. Außerdem sparen Sie sich das Gerüst, dass für eine Außendämmung unumgänglich wäre.

Dennoch sollten Sie in jedem Fall zuerst prüfen, ob eine Außendämmung möglich ist. Denn auch wenn der Umbau bei der Innendämmung auf den ersten Blick leichter erscheint, sind viele Kleinigkeiten zu beachten. Zudem besteht bei der Außendämmung ein wesentlich geringeres Risiko, dass sich Schimmel bildet.

Bildquelle: Rainer Sturm / www.pixelio.de

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Ein Kommentar
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  1. […] ist, zum Beispiel aus finanziellen oder bautechnischen Gründen, gibt es noch die Möglichkeit der Innendämmung. Dies ist jedoch besonders im Keller eher eine Notlösung, denn es sind einige Tücken zu beachten. […]

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