Was Sie bei der Beleuchtung im Bad beachten sollten

3. November 2010 | Von | Kategorie: Bad und Sanitär

Erst die Beleuchtung gibt einem Raum den letzten Schliff, sie trägt maßgeblich zur Atmosphäre bei. Durch farbiges Licht lässt sich sogar die Stimmung beeinträchtigen. Auch im Badezimmer spielt das Licht bzw. die Beleuchtung eine große Rolle. Dies ist besonders in fensterlosen Bädern der Fall, in denen das Tageslicht dadurch komplett fehlt. Im Bad sind jedoch hohe Schutzmaßnahmen erforderlich, da Wasser und Strom eine sehr gefährliche Kombination sind. Denn bereits Stromstärken von 30 Milliampere (mA) sind hochgefährlich, die Stromstärke des Netzstroms liegt jedoch wesentlich höher, bei rund 230 Milliampere und ist somit tödlich.

Die Schutzvorschriften für das Bad sind durch Teil 701 der Norm DIN VDE 0100 festgelegt. Dabei werden Duschkabine bzw. Badewanne und Umgebung in drei Schutzbereiche eingeteilt: Bereich 0, Bereich 1 und Bereich 2.
Bereich 0 umfasst den Innenraum der Dusch- oder Badewanne. Er wird als gefährlichster Bereich eingestuft, da sich dort das Wasser sammelt. Dennoch darf hier Beleuchtung angebracht werden, diese muss jedoch mindestens der Schutzart IP X7 entsprechen. Dort ist festgelegt, dass die Beleuchtung gegen die Folgen von Eintauchen geschützt sein muss. Es dürfen zudem nur Lampen verwendet werden mit Schutzkleinspannung bis zwölf Volt, die ausdrücklich für den Wannen- und Duschbereich zugelassen sind.

Zwei Lampen oberhalb des Spiegels sollten Sie mindestens einplanen

Der Bereich 1 wird in der Regel durch die Duschkabine oder ähnliches begrenzt. Falls keine Duschkabine vorhanden ist, endet der Bereich 1, 120 Zentimeter vom Duschkopf entfernt. Die Decke und der Boden bilden den oberen und unteren Abschluss, falls die Decke höher als 2,25 Meter ist, liegt bei dieser Höhe die Grenze. In diesem Bereich sind ebenfalls nur Leuchten mit Schutzkleinspannung bis zwölf Volt erlaubt.

Bereich 2 beginnt ab 60 Zentimetern im Bereich 1. Die Lampen in diesen beiden Bereichen müssen Schutzart IP X 4 erfüllen, das bedeutet sie müssen gegen Spritzwasser geschützt sein. Ausnahmen bildet Beleuchtung die direkt vom Wasser getroffen werden könnte, diese müssen der Schutzart IP X5, geschützt gegen Strahlwasser, entsprechen.

Steckdosen sind in allen drei Bereichen nicht zugelassen, auch dann nicht, wenn sie in die Beleuchtung eingebaut sind. Schalter sind ebenfalls nicht vorgesehen, es gibt jedoch eine Ausnahme. Wenn ein Schalter in eine Lampe eingebaut ist und diese dennoch der vorgegebenen Schutzart entspricht, darf der Schalter mit eingebaut werden.
Allgemein sollte man mindestens drei Lampen im Bad montieren. Eine zur Beleuchtung für den ganzen Raum, am Besten an der Decke und zwei über dem Spiegel oder seitlich rechts und links.
Am Besten überlassen Sie die Planung und den Einbau der Beleuchtung, speziell in den drei Bereichen, einem Fachmann.

Bildquelle: www.pixelio.de / Rolf

Tags: , ,

Schreibe einen Kommentar