Was ist eigentlich ein Niedrigenergiehaus?

12. Februar 2010 | Von | Kategorie: Hausbau

Zu Niedrigenergiehäusern zählen Neubauten sowie renovierte Altbauten, die die gesetzlichen Normierungen im Bezug auf den Energieverbrauch von Heizwärme und Warmwasser unterschreiten. Zurzeit gelten die Normen der Energieeinspar-verordnung, kurz EnEV.

Da die gesamten Bestandteile nur die verbesserten Versionen der notwendigen Bauteile sind, ist der Bau bzw. Umbau ohne größeren Aufwand realisierbar. Das bedeutet, dass sich diese Variante eines Energiesparhauses sich bei allen Neubauten als auch bei Altbauten verwirklichen lässt. Die Mehrkosten für einen Neubau liegen zwischen 3 bis 8 Prozent.

Anforderungen

www.pixelio.de / Klaus-Uwe Gerhard

Quelle: www.pixelio.de / Klaus-Uwe Gerhard

Merkmale eines Niedrigenergiehauses sind eine kompakte Bauweise, eine gute Wärmedämmung und eine Lüftungsanlage. Dadurch ist eine normale Heizung nicht mehr notwendig. Die Energieversorgung des Hauses wird durch Solarenergie gewährleistet.

Im Norden Deutschlands sind die Anforderungen besonders hoch. Hier müssen Häuser über eine mechanische Belüftungsanlage und Entlüftungsanlage verfügen. Die Abnahme als Niedrigenergiehaus wird von der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V., kurz ARGE, durchgeführt.

Der Energieverbrauch der Heizung eines Niedrigenergiehauses beträgt 40 bis zu 79 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr. Das entspricht 7 Liter Heizöl oder 7 Kubikmeter Erdgas pro Quadratmeter und Jahr.

Förderung

Die staatliche KfW-Bank fördert den Bau von Niedrigenergiehäusern, wenn sie weit über dem EnEV-Standart liegen. Hier sind allerdings die Begriffe KfW 40 Haus, KfW 60 Haus, Passivhaus und Drei-Liter-Haus geläufiger. Zudem wird der Einbau von Heizungen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden auch gefördert.

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