Nullenergiehaus: Unabhängigkeit von Energielieferanten

24. Februar 2010 | Von | Kategorie: Hausbau

Von Energielieferanten unabhängig leben und somit befreit sein von der Angst vor ansteigenden Preiskurven von Heizöl und Strom oder einem Gasboykott. Davon träumen viele Hausbesitzer. Dieser Traum kann Realität werden dank dem Nullenergiehaus. Denn es deckt seinen gesamten Energiebedarf selbst und zwar Mithilfe von Solarenergie.

Ein Nullenergiehaus nutzt die Vorteile aus der Kombination von verbesserten Baustoffen und fortschrittlicher Heiztechnik. Die mit der Solartechnik erzeugte Energie deckt den gesamten Energiebedarf selbst ab. Das heißt, dass keine externen Energiequellen genutzt werden müssen.

www.innova-energie.de

Quelle: www.innova-energie.de

Hürden zur Realisierung
Um solch ein Bauprojekt zu verwirklichen ist nur durch einen hohen technischen Aufwand möglich.
Erforderliche Bestandteile eines Nullenergiehauses:

  • Besonders gute Dämmung der Außenwände sowie des Daches
  • Belüftungsanlage und Entlüftungsanlage
  • Solaranlage (mit Solar-Wasserstoffanlage und Langzeitspeicher)
  • Photovoltaische Anlage oder Windkraftanlage
  • Regenwasseraufbereitung

Obwohl die Investitionskosten für Dämmmaterialien, Wärmeschutzfenster und fortschrittliche Heizsysteme sinken, sind die Gesamtkosten für ein Nullenergiehaus sehr hoch. Zum Vergleich: um den Wasserverbrauch eines Vier-Personen-Haushalts zu gewährleisten, werden eine Fläche von sechs Quadratmeter mit Sonnenkollektoren und einen Solarwasserspeicher von 300 Litern benötigt.

Hochrechnungen zu Folge dauert es zwölf Jahre bis die Baukosten durch die energiesparende Bauweise des Hauses wieder ausgeglichen sind. Zu den Baukosten zählen alle Kosten für Herstellung, Transport, Einbau sowie Entsorgung der genutzten Baumaterialien. Hinzu kommen noch behördliche Auflagen, die das Erlangen einer Baugenehmigung unnötig erschweren.

Investition in die Zukunft
Aber trotzdem ist der Bau eines Nullenergiehauses eine sinnvolle Investition in die Zukunft um seine Kosten zu senken und so auf diesem Weg die Umwelt zu schützen. Bei der Finanzierung der technisch verbesserten Variante des Passivhauses werden Sie durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit dem Förderprogramm „Ökologisch Bauen“ unterstützt. Weitere Informationen zu den Möglichkeiten der Förderung erhalten Sie auf folgender Internetseite: www.kfw-foerderbank.de.

Hilfe bei der Realisierung Ihres Bauvorhabens bekommen Sie beispielsweise von der PAB Passivhaus GmbH oder der Minergie-Häuser der Renggli AG (Schweiz).

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