Nie wieder kalte Füße mit einer Fußbodenheizung

12. Juli 2010 | Von | Kategorie: Energie und Heizen

Fußbodenheizungen wurden bereits in der Antike von den Römern verwendet. Erst in den 80er Jahren stellte sich ein erneuter Boom ein. Denn aufgrund der technischen Entwicklungen in der Baubranche (vor allem im Bereich der Wärmedämmung) und einem steigenden Bedarf an Behaglichkeit der Verbraucher sind Fußbodenheizungen in immer mehr Immobilien vorzufinden.

www.pixelio.de / Rainer Sturm

Quelle: www.pixelio.de / Rainer Sturm

Eine Fußbodenheizung verfügt über zahlreiche Vorzüge im Vergleich zu einer herkömmlichen Heizung. Allen voran verschwinden die zu meist unansehnlichen Heizkörper aus Ihren Wohnräumen. Den so gewonnenen Platz können Sie schon anderweitig nutzen. Und wo sich keine Heizkörper befinden, kann sich auch kein Staub absetzten, sowie aufgewirbelt werden. Zudem wird die Wärme über die gesamte Fläche des Fußbodens an die Luft abgegeben und die Räumlichkeiten auf diese Weise beheizt. Diese Strahlungswärme wird als angenehm empfunden, weil es an den Füßen warm und am Kopf relativ kühl ist. Somit kann die Raumtemperatur um 2 Grad Celsius verringert werden. Das spart Energie und auch Geld. Die eingebaute Fußbodenheizung sorgt auch für einen trockenen Fußboden, der Hausstaubmilben, Schimmelsporen und Keimen den Nährboden entzieht.

Fußbodenheizungen werden unterteilt in elektrische Fußbodenheizungen und Warmwasserfußbodenheizungen. Eine elektrische Fußbodenheizung ist einfach einzubauen aufgrund ihrer Beschaffenheit; sie wird wie ein maßgeschneiderter Teppich auf dem Estrich ausgerollt. So läst sich diese Heizungsart nachträglich in Altbauten integrieren. Doch das Heizen mit Strom kann eine kostspielige Angelegenheit sein. Thermostate machen es möglich, dass eine Temperatur genau eingestellt, sowie die Heizungsanlage ein- und ausgeschaltet werden kann. Deshalb ist eine elektrische Fußbodenheizung für Bäder, Küche und Wintergarten besonders gut geeignet. Zudem können bei dieser Heizungsart keine Wasserlecks entstehen, im Gegensatz zur mit Warmwasser betriebenen Fußbodenheizung.

Diese Fußbodenheizungsart sollte man am besten bei einem Neubau installieren, da sie in einen speziellen Estrich (Heizestrich) eingelassen werden muss. Sie kann aber auch für die Modernisierung von Altbauwohnungen genutzt werden, weil sie über eine geringe Aufbauhöhe verfügt. Doch bei eventuellen anstehenden Reperaturen müsste der Estrich aufgestemmt werden. Wie bei einer herkömmlichen Heizung muss sich auch hier zunächst das Wasser in den Heizungsleitern erwärmen. So benötigt die mit Warmwasser betriebene Fußbodenheizung eine längere Zeit um die gewünschte Temperatur zu erreichen.

Inzwischen können fast alle Bodenbeläge für beide Varianten der Fußbodenheizung verwendet werden. Doch am besten eignen sich immer noch Fliesen, Natursteine und Keramik aufgrund ihrer Wärmeleitfähigkeit. Wenn Sie sich für einen Bodenbelag aus Holz entscheiden, sollten Sie Buche oder Eiche wählen. Außerdem sollten die Holzelemente nicht zu breit sein. Beispielsweise sind Schiffsböden als Bodenbelag aufgrund ihrer Fugenausdehnung ungeeignet. Teppichböden, Laminat, Kork und PVC mit spezieller Kennzeichnung sind als Bodenbelag geeignet. Aber allem voran muss die Fußbodenheizung auf die individuellen Bedürfnisse der Hausbewohner und den örtlichen Gegebenheiten zugeschnitten sein. Sie können bei der Installation das System in 2 Kreisläufe unterteilen und verhindern so eine Verschlammung der Rohre.

Preislich liegt die Fußbodenheizung gleich auf mit einer herkömmlichen Heizung. Die Kosten richten sich vor allem nach Anbietern und den verwendeten Materialien. Deshalb können die Gesamtkosten sehr stark variieren. Doch sind die Kosten bei einem Neubau niedriger als bei einer Modernisierung eines Altbaus. Aber in der Zukunft werden Immobilien, die auf einem hohen technischen Standard sind, einen höheren Verkaufspreis erzielen.

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