Es ist wieder Spargelzeit!

30. April 2010 | Von | Kategorie: Terrasse und Garten

Bereits in der Antike würdigten die Griechen und Römer den Spargel, doch nicht nur als appetitliches Nahrungsmittel, sondern auch als Heilpflanze. Es wird angenommen, dass der Spargel mit den Eroberungszügen der Römer sich auch im übrigen Europa ausbreiten konnte. Doch bis ins 16. Jahrhundert hinein wurde er zunächst ausschließlich zu medizinischen Zwecken verwendet. Den Weg zurück auf den europäischen Speiseplan verdankt der Spargel den Königshäusern. Aus dieser Zeit stammen auch seine Beinamen: königliches Gemüse, Elfenbein zum Essen und weißes Gold.

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Quelle: www.aboutpixel.de / Sylvester*1

Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert trat der Spargel seinen Siegeszug an. Denn nun konnte man Spargel in Dosen konservieren und das königliche Gemüse auch der breiten Masse zu erschwinglichen Preisen anbieten. Außerdem wurde der bisher angebaute Grünspargel vom Bleichspargel abgelöst. Während der Zeit der beiden Weltkriege wurde die Spargelproduktion fast komplett eingestellt. Doch seit Kriegsende kam es zu einer Hochkonjunktur, die bis heute fortbesteht. In Folge dessen wurden die Ackerflächen um die Hälfte erweitert, was Deutschland zu einem der meist produzierenden Länder in Europa macht.

Was Sie über den Anbau von Spargel wissen sollten

Der Spargel ist mit etwa 300 Arten weltweit vertreten. Der in Deutschland vertretene Bleichspargel verdankt seinen Namen seiner Farbe, die auf seine Anbaumethode zurückzuführen ist. Denn er wächst unter der Erde und sobald die Knospen der Spargelstangen an der Erdoberfläche mit den Sonnenstrahlen in Berührung kommen, färbt auch er sich nach einiger Zeit grün.

Der Anbau von Spargel ist mit zeitintensiven sowie mühsamen Vorkehrungen verbunden und setzt zudem Kenntnisse über die Bodenbeschaffenheit voraus. Am besten gedeiht das königliche Gemüse auf Böden mit einem hohen Sandanteil.

Bereits ein Jahr vor dem Setzen der Pflanzen muss der Boden mit viel organischem Dünger angereichert werden. Im Frühjahr werden die Spargelpflanzen etwa 25 Zentimeter unter die Erdoberfläche gebracht. Dort ruhen sie dann bis zum nächsten Frühjahr. Um das junge Pflänzchen zu kräftigen, ist viel Pflege (Unkraut jäten, Düngen) nötig. Erst im dritten Jahr kann das erste Mal geerntet werden. Dafür muss zunächst im Februar bis März ein Erdwall über den Pflanzen angehäuft werden. Wenn die ersten Pflanzenknospen hervorschauen, beginnt die Erntezeit und das bedeutet: morgens und abends Reihen absuchen.

Am 24. Juni (Johannestag) endet die jährliche Spargelernte. Denn er muss Nährstoffe aufnehmen, um sich zu erholen. Wenn der Spargel seine über Monate andauernde Ruhephase nicht einhält, kann im darauf folgenden Jahr aufgrund des Nährstoffmangels keine Ernte erfolgen. Bis ein Spargelfeld abgeerntet ist, kann es 10 bis 12 Jahr dauern.

Worauf sollte beim Einkauf von Spargel geachtet werden?

In Mitteleuropa wird die Ernte des königlichen Gemüses von Mitte März bis zum 24. Juni eingebracht. Doch auch außerhalb dieses Zeitraums kann man Spargel erwerben und zwar aus dem Ausland.

Für alle diejenigen, die ihren Spargel nicht beim nächsten Bauern sondern im Supermarkt um die Ecke kaufen, geben die so genannten Handelsklassen eine Hilfestellung bei der Beurteilung der Qualität des Spargels. Eine Übersicht hierzu finden Sie auf der Webseite www.spargelseiten.de in der Rubrik „Tipps & Küche“.

Doch auch auf die Handelsklassen allein sollten Sie sich nicht verlassen. Denn selbst der hochwertigste Spargel kann holzig werden zum Beispiel durch eine falsche Temperierung, fehlende Kühlung oder eine zu langwierige Beförderung. Deshalb sollten Sie sich beim Kauf von Spargel oder anderen Gemüse immer von der Frische der Ware überzeugen. Denn umso frischer der Spargel, desto besser schmeckt er.

Frischen Spargel erkennen Sie an der glänzenden Schale geschlossenen Köpfen und der saftigen Konsistenz. Wenn Sie zwei Spargelstangen aneinander reiben, können Sie am quietschenden Geräusch erkennen (Quietschtest), dass der Spargel frisch ist.

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