Entdecken Sie die Nutzungsmöglichkeiten Ihres Kellers

26. März 2010 | Von | Kategorie: Dach und Wand

In den meisten Häusern wird der Keller kaum genutzt, oder dient nur als Abstellkammer. Dies gilt besonders für Altbauten, denn dort sind die Keller oft in einem schlechten Zustand. Meistens ist es muffig, kalt und feucht, dadurch bildet sich Schwamm und Schimmel kann entstehen. Im schlimmsten Fall ist sogar die Stabilität des Hauses bedroht. Alarmzeichen für feuchte und schimmelige Wände im Keller sind der typische muffige Geruch, helle Verfärbungen oder lockerer Putz. Teilweise kann man die Feuchte in der Wand auch mit bloßen Händen fühlen.

Die Vorteile die eine Renovierung und somit eine Instandsetzung des Keller bietet, liegen auf der Hand. Es entsteht ohne zusätzlichen Anbau mehr Nutzfläche, die Heizkosten werden gesenkt, da die Kälte nicht mehr ins Erdgeschoss zieht und zudem ist die Stabilität des Hauses gesichert.
Ursachen für nasse Wände im Keller gibt es viele, zum Beispiel undichte Wasserrohre, Baumwurzeln oder Frost können Risse verursachen, Dränagen fehlen oder die Außenwände sind schlichtweg nicht ausreichend oder gar nicht gedämmt. Die häufigsten Ursachen sind allerdings Sickerwasser und kapillar aufsteigendes Wasser.

Die beste Methode um die Wände zu trocknen und vor erneuter Feuchtigkeit zu schützen, ist die Kellermauern frei zu legen und von außen ab zu dichten. Nur so ist gewährleistet, dass die Mauern dauerhaft trocken bleiben. Gegen aufsteigendes Wasser helfen so genannte Horizontalsperren. Das können zum Beispiel Bohrkanäle sein, die mit chemischem Dichtungsmittel oder dichtem Mörtel gefüllt sind. Eine andere Variante ist das Einschlagen von Blechen in die Wände, auch diese Methode verhindert, dass sich das Wasser die Wände hoch drücken kann. Nach der Außendämmung folgt die Wärmedämmung im Inneren, der Trockenestrich und ein Fußbodenbelag.

Wenn eine Außendämmung nicht möglich ist, zum Beispiel aus finanziellen oder bautechnischen Gründen, gibt es noch die Möglichkeit der Innendämmung. Dies ist jedoch besonders im Keller eher eine Notlösung, denn es sind einige Tücken zu beachten. Die Innendämmung muss lückenlos durchgeführt werden, am Besten von einem Fachmann. Andernfalls entsteht Kondenswasser, dieses wiederum führt zu Schimmel und das Trocknen der Wand war völlig umsonst.

Die Dicke der Dämmschicht hängt von der zukünftigen Nutzung des Kellers ab. Soll der Keller als reiner Lagerraum genutzt werden, genügt eine Dicke von ca. 6 Zentimetern, wenn ein Wohnraum vorgesehen ist, sollten es um die 14 Zentimeter Dämmung sein. Wichtig ist vor allem, dass auch die Kellerdecke gedämmt wird, denn dann kann die Kälte nicht ins Erdgeschoss dringen.
Soll der Keller als Wohnraum genutzt werden, ist die Installation von Heizkörpern notwendig.

Wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, bietet der Keller trotz der fehlenden Fenster viele Nutzungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel als Sauna, Werkstattraum, Fitnessraum, Heimkino oder Fotolabor.

Bildquelle: www.pixelio.de / Rainer Klinke

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