Das Lieblingsgemüse der Deutschen: Tomaten

12. Juli 2010 | Von | Kategorie: Terrasse und Garten

Ursprünglich stammt die Tomate aus Südamerika, die Spanier brachten sie von ihren ersten Entdeckungsfahrten mit. In Europa genoss sie bis ins 16. Jahrhundert hinein einen schlechten Ruf. Denn ihr wurde nachgesagt, dass sie giftig sei und „Liebeswahn“ auslösen würde. Dank den Italienern, die die Tomatenpflanze kultivierten, erfreute sich die Tomate steigender Beliebtheit unter den Europäern. Heute ist die Tomate, das beliebteste Gemüse der Deutschen, jeder von uns isst durchschnittlich 22 Kilogramm im Jahr.

www.pixelio.de / Arno Bachert

Quelle: www.pixelio.de / Arno Bachert

Die grünen Pflanzenteile der Tomate sind zwar schädlich für den Menschen, aber Sie müssten mindestens drei Kilogramm unreife Tomaten verspeisen, dass es Ihrer Gesundheit schaden würde. Bereits in der Antike wussten die Azteken um die positiven Eigenschaften und nutzten die Tomate daher als Heilpflanze. Von Ernährungswissenschaftlern wird empfohlen jeden Tag 150 Gramm Tomaten zu sich zu nehmen. Denn die Tomate enthält viele Vitamine, essenzielle Mineralstoffe, Spurenelemente und so genannte sekundäre Pflanzenstoffe wie das Lycopin. Dieser Stoff ist reichlich in der Tomate vorhanden und ist für ihre rote Farbgebung verantwortlich. Man sagt, dass Lycopin die Bildung von einigen Krebsarten entgegen wirken und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verhindern soll. Diese These wird gegenwärtig von Forschern geprüft.

Was sollte man beim Kauf von Tomaten beachten?
Ganz gleich, ob Sie Ihre Tomaten selber im Garten anbauen oder im Supermarkt kaufen, sollten Sie beachten, dass je mehr Tomaten sonnengereift sind, sie umso mehr Inhaltstoffe und Geschmack vorweisen.

Der Großteil der Tomaten, die im Handel erhältlich sind, wird importiert. Die bedeutendsten Zulieferer sind Spanien, Italien, Frankreich und die Niederlande. Unser Lieblingsgemüse wird noch grün abgepflückt und reift während des Transportes nach, dabei bleibt das Aroma jedoch auf der Strecke. Denn bereits reife Tomaten sind zu empfindlich um sie über weite Strecken zu transportieren.

Der Reifegrad und die Anbauweise bestimmen neben der Intensivität des Aromas, den Lycopin- sowie den Nährstoffgehalt der Tomaten. Aus diesem Grund landen im Sommer verstärkt die in Deutschland angebauten Tomaten im Einkaufskorb. Kaufen Sie Tomaten, wenn möglich, mit Stiel, denn dadurch wird der Fäulnisbefall verringert.

Wie sollten Tomaten gelagert werden?
Zuhause sollten Sie diese nicht im Kühlschrank lagern, weil sie sonst an Aroma verlieren und hart werden. Die ideale Lagertemperatur liegt bei 8 bis 10 Grad Celsius. Außerdem sollten Sie bereits reife Tomaten nicht neben Äpfel oder ähnlichen ethylenhaltigen Früchten aufbewahren. Dadurch wird der Fäulnisbefall beschleunigt.

Falls Sie auch nicht im Winter auf das intensive Aroma sonnengereifter Tomaten verzichten wollen, können Sie auf Tomaten aus der Konserve zurückgreifen. Denn es werden ausschließlich vollreife Früchte in Dosen abgefüllt.

Tomaten bestehen zu 95 Prozent aus Wasser, deshalb können Sie sie nicht als ganze Frucht einfrieren. Aber Sie könnten sie zur Weiterverarbeitung vorbereitet, das heißt ohne Schale und Kerne sowie in Stücke zerteilt, sowie als Püree oder fertige Soße ins Gefrierfach legen.

Die Tomate ist nach der Kartoffel die bedeutendste Nutzpflanze auf der Welt und man kann sie roh, gekocht, als Salat, Sauce, als Vorspeise (zum Beispiel Tomate-Mozzarella) oder als Hauptspeise (zum Beispiel Spaghetti Napoli) in jeder Jahreszeit genießen.

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