Barrierefreies Wohnen

26. März 2010 | Von | Kategorie: Hausbau

In Deutschland wohnen etwa 6,6 Millionen Menschen mit einer Behinderung, davon sind die meisten älter als 55 Jahre. Zukünftig wird die Zahl der älteren Menschen mit Behinderungen weiter ansteigen.

Verband Privater Bauherren (VPB)

Quelle: Verband Privater Bauherren (VPB)

Wer also im Rentenalter autonom und autark wohnen will, benötigt ein barrierefreies Haus oder Wohnung. Junge Bauherren sollten deshalb schon bei der Planung diese Überlegungen miteinbeziehen. Ansonsten müssen Sie damit rechnen im Alter, nach einem Unfall oder Krankheit Ihre vertraute Umgebung zu verlassen und umzuziehen.

Dies bedeutet aber nicht, dass Ihr gesamter Wohnraum behindertengerecht sein muss. Sondern bei der Planung werden viele bauliche Erleichterungen für den Fall der Fälle beachtet. Diese Vorüberlegungen stellen meist keinen finanziellen Mehraufwand dar.

So wird Ihr Wohnraum barrierefrei:

  • Keine Schwellen oder Stufen am Eingang, im Haus oder im Garten
  • Fußmatte am Eingang im Bodenbeläge schwellenlos versenken
  • Freiflächen von mindestens 1,5 Meter mal 1,5 Meter an allen Türen
  • Rutschfeste, robuste Fußbodenbelege
  • Einfache Treppenform mit ausreichender Breite (keine überstehenden Stufen) sowie auf beiden Seiten Handgriffe
  • Massive Wände im Bad für eventuelle spätere Haltegriffe, Stützvorrichtungen oder Hebevorrichtungen sowie einer bodenebenen Duschwanne
  • Armaturen im Bad als Einhebel-Mischbatterien mit Temperaturbegrenzern
  • Rollläden mit elektrischen Hebern
  • Leerrohre für den Anschluss zusätzlicher Elektrogeräte
  • Carports, Garagen und Stellplätze mit einer Breite von mindestens 3,5 Metern und einer Länge von 5 Metern

Seit 2009 stellt das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Mittel für seniorengerechtes Bauen und barrierefreies Wohnen bereit.

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