Wie Sie sich vor Einbrechern schützen können

28. August 2009 | Von | Kategorie: Gebäudetechnik

Alle zwei bis drei Minuten verschaffen sich Einbrecher Zutritt in deutsche Wohnungen beziehungsweise Häuser. Fast jeder zweite Einbruch wird tagsüber verübt. Vor allem im Sommer und von November bis Februar geschehen die meisten Einbrüche. Dabei brauchen Einbrecher nur wenige Minuten für ihre Tat.

www.pixelio.de / Verena N.)

Gekipte Fenster und unverschlossene Türen stellen eine Einladung für jeden Langfinger dar. (Quelle: www.pixelio.de / Verena N.)

Laut der Deutschen Versicherungswirtschaft belaufen sich die Schäden für einen Einbruch durchschnittlich auf 1017 Euro. Dieser Wert steigt stetig an, weil immer mehr Menschen über teure Elektrogeräte verfügen. Deshalb besteht auch eine hohe Bereitschaft in Sicherungstechnik zu investieren, um sein Hab und Gut zu schützen.

Dabei scheitern fast 40 Prozent aller Einbrüche an mechanischen Türsicherungen und Fenstersicherungen. Doch ist ein Großteil aller Einbrüche in Wohnungen und Häusern auf die Nachlässigkeit ihrer Bewohner zurückzuführen. Beispielsweise stellen angekippte Fenster und nur ins Schloss gezogene Türen eine willkommene Einladung für Diebe dar.

Fenster und Rollläden

Die meisten Einbrecher gelangen über die Fenster in den Wohnraum. Ein Grund mehr besonders die Fenster zu sichern, die leicht zu erreichen sind, zum Beispiel mit abschließbaren Fenstergriffen und Fensterriegeln. Zudem sollten Sie immer, wenn Sie das Haus verlassen Ihre Fenster schließen. Ansonsten kann Ihr Versicherungsschutz erlöschen.

Eine einbruchshemmende Wirkung haben Rollläden, vor allem Rollläden deren Lamellen aus Metall gefertigt sind. Zusätzlich können Riegelkonstruktionen und Klemmkonstruktionen angebracht werden, die ein Hochschieben der Rollläden verhindern sollen.

Türen und Schlösser

Vor allem sollten Sie die Haustür beziehungsweise die Wohnungstür immer abschließen und nicht nur zuziehen, selbst wenn Sie nur kurz zum Bäcker wollen. Für eine zusätzliche Sicherheit sorgen Panzerriegel, Kette oder Türzusatzschlösser.

Außerdem widerstehen Türen mit Schließzylinder Aufbohrversuchen und dem so genannten Lockpicking (zu Deutsch Schlösser knacken), wie zum Beispiel die BKS Serie 45 Janus von Gretsch-Janus. Diese erhielten das Testurteil sehr gut von der Stiftung Warentest.

In jedem Fall sollten Schließzylinder nicht überstehen, ebgedreht oder abgeschlagen werden können. Sie könnten auch zusätzlich Querriegelschlösser einbauen lassen, diese sollen vor dem Herausziehen und dem Anbohren des Schließzylinders schützen, wie beispielsweise der FSB 7376 5510 0105.

Die Polizei empfiehlt Schließzylinder mit Sicherungskarte einzubauen. Denn Nachschlüssel können nur mit dieser Karte angefertigt werden. Also falls Ihr Schlüssel mal verloren geht müssen Sie keine Angst haben, dass sich jemand unerlaubt Zutritt verschafft.

Weitere Sicherungsmöglichkeiten

Leider vergessen die meisten neben Haustür, Balkontür und Fenster das Garagentor vor Einbrechern zu schützen. Schließlich gibt’s es auch in der Garage vieles was sich zu stehlen lohnt, wie Pkw, Zweiräder, Fahrräder oder teures Werkzeug. Die Sicherung des Geragentors ist vor allem dann nötig, wenn die Garage über einen direkten Zugang zum Wohnhaus verfügt.

Alarmanlagen dagegen wirken allein durch ihre bloße Anwesenheit abschreckend auf jeden Langfinger. Deshalb müssen sie immer gut sichtbar angebracht sein. Bewährt haben sich Blinklichter, Blitzlichter und Drehlichter. Alarmanlagen können nicht nur helfen den Einbrecher auf frischer Tat zu ertappen, sondern können Sie auch vor Feuer, Gasaustritt sowie Wasseraustritt warnen.

Fazit: Alarmanlagen stellen zwar eine nützliche Ergänzung der Sicherheitstechnik dar, aber sind mit hohen Investitionskosten verbunden. Deshalb sind die besten Alarmanlagen immer noch die wachsamen Nachbarn und aufmerksame Wachhunde.

Auch Bewegungsmelder haben eine abschreckende Wirkung auf Einbrecher, denn sie schalten automatisch das Licht ein sobald jemand dem Haus zu nahe kommt.

Neben allen technischen Sicherheitsvorkehrungen gibt es noch weitere Vorkehrungen, die Sie treffen können, um Einbrecher von ihrer Tat abzuhalten. Also legen Sie nicht leichsinnig Ihren Haustürschlüssel unter die Fußmatte oder einen Blumentopf. Falls Ihnen mal ein Schlüssel abhanden kommt, sollten Sie lieber das Schloss auswechseln lassen.

Zudem können Eimer, Mülltonnen, Leiter, Gartenmöbel und sogar Rankgerüste den Dieben helfen sich Zutritt zu verschaffen. Ebenso sollten Sie große Hecken oder Sträucher vermeiden, denn diese schützen Sie zwar vor den neugierigen Blicken der Nachbarn, aber Ihre Nachbarn können dann auch nicht sehen, wenn Einbrecher Ihre Wohnung leer räumen.

Tags: , , , , ,

Schreibe einen Kommentar