Wie Sie schnell und einfach tapezieren können

22. Juni 2009 | Von | Kategorie: Dach und Wand

Es gibt eine Methode mit der Sie sich beim Tapezieren das lästige Zuschneiden und Kleistern der Tapetenbahnen sparen können. Die Lösung ist Flüssigtapete, so genannte „Tapete aus dem Beutel“. Bisher ist diese Methode in Deutschland eher unbekannt, dabei wird sie in anderen Ländern schon seit Jahrzehnten verwendet.
Dank ihrer einfachen Verarbeitung ist Flüssigtapete auch für Heimwerker bestens geeignet. Sie wird in getrockneter Form geliefert und muss vor dem Auftragen nur noch mit Wasser angereichert werden.
Bei einer Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren hat man zudem weniger Arbeit als mit herkömmlicher Tapete. Außerdem wirkt sich die lange Haltbarkeit natürlich auch positiv auf die Kosten aus.
Die Flüssigtapete ist zudem auch gut für Allergiker und Asthmatiker geeignet, da sie aus Naturmaterialien besteht. Sie ist atmungsaktiv und nimmt kaum Gerüche auf. Auf diese Weise entsteht ein angenehmes Wohnklima in Ihren Räumen.
Es gibt Flüssigtapete in über 100 verschiedenen Varianten und Farben, daher haben Sie eine große Auswahl. Mit ein wenig Übung lassen sich auch Bordüren oder Muster auftragen. Auch Ecken und Kanten sind leicht zu tapezieren, denn die Flüssigtapete muss nur gleichmäßig aufgetragen werden. So gelangen Sie ohne großen Aufwand auch in verwinkelte Ecken.

Das können Sie sich mit Flüssigtapete sparen!

Bevor Sie die Flüssigtapete auftragen, müssen alte Tapeten entfernt werden mit Ausnahme von Glasfasertapeten. Wichtig ist außerdem die Grundierung, am Besten eignet sich Quarzsand zur Vorbehandlung. Die Fläche, die Sie tapezieren wollen, sollte weiß, fleckenfrei und möglichst eben sein. Dann können Sie mit dem Auftragen beginnen. Die Trockenmasse muss mit Wasser vermischt werden. Dabei sollten Sie mit 2 bis 2,5 Liter pro Quadratmeter rechnen. Beim Verrühren der Tapete sollten Sie vorsichtig vorgehen, ansonsten kann es zur Staubbildung kommen. Zum Auftragen der Masse können Sie entweder eine Kelle oder eine spezielle Spritzpistole verwenden. Die Flüssigtapete sollte mit einer Dicke von 1 bis 2 mm aufgetragen werden.
Wenn Sie die Tapete aufgetragen haben, muss das Ganze zwei bis drei Tage trocknen. Am Besten unterstützen Sie den Trockenprozess indem Sie häufig Stoßlüften oder sogar Heizer zu Hilfe nehmen. Nach 3 Tagen sollte die Tapete vollständig getrocknet sein, ansonsten besteht die Gefahr der Fleckenbildung.

Flüssigtapete können Sie auch im Bad verwenden. Sie nimmt die Feuchtigkeit, die beim Duschen entsteht, auf und gibt sie allmählich wieder ab. Daher kann ihr die Feuchtigkeit auch weniger anhaben als herkömmlichen Tapeten.

Kleinere Schäden oder Flecken auf der Tapete lassen sich ebenfalls leicht beheben. Die betroffene Stelle muss ein wenig aufgeweicht werden und nach etwa 15 Minuten verstreichen Sie die Tapete neu. Dieser Trick ist auch noch nach mehreren Jahren möglich.

Bildquelle: www.pixelio.de / by Stephanie Hofschlaeger

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