Wie Sie Regenwasser optimal einsetzen können

22. Juni 2009 | Von | Kategorie: Terrasse und Garten

In vielen Regionen auf der Erde regnet es jahrelang nicht. Aufgrund der Dürre sind Durst und Hungersnöte die Folge. Dennoch verschwenden die Industriestaaten weiterhin das kostbare Trinkwasser. Es wird im wahrsten Sinne des Wortes ins Klo gespült. Zwischenzeitlich hat zwar schon ein Umdenken im bewussten Umgang mit dem wertvollen Rohstoff Trinkwasser begonnen, dennoch liegt der tägliche Trinkwasserverbrauch der Deutschen bei 127 Liter pro Person im Durchschnitt. Dies entspricht einer Menge von 11 Kisten Mineralwasser.

Dabei stiegen die Trinkwasserpreise in den letzten 20 Jahren um 350 Prozent im Bundesdurchschnitt an. Zum Vergleich, der Benzinpreis ist nur 120 Prozent höher als vor 20 Jahren. Kurz gesagt verschwenden wir das kostbare Trinkwasser. Obwohl wir jährlich über etwa 100 Milliarden Kubikmeter nutzbares Wasser in Form von Niederschlägen verfügen.

Wie können Sie das Regenwasser nutzen?

Um dieses Wasser im privaten Haushalt effektiv nutzen zu können, benötigen Sie eine Regenwassernutzungsanlage. Mit solch einer Anlage wäre es Ihnen möglich täglich etwa 24 Liter Wasser pro Person einzusparen. Sollten Sie auch noch Ihren Garten mit dem aufgefangenen Regenwasser bewässern, sparen Sie zusätzlich 60 Liter Wasser pro Quadratmeter Fläche im Jahr. Auf das Jahr gerechnet macht das eine Ersparnis von mehreren hundert Euro.

Zuerst muss das Regenwasser aufgefangen werden. Dies geschieht, indem das über die Dachflächen des Gebäudes fließende Wasser per Rohrsystem mit Filter in einen großen Behälter geleitet wird. Dieser Sammelbehälter kann zum einem im Gebäude untergebracht werden oder sich außerhalb des Gebäudes in frostfreier Tiefe befinden. Von dort aus wird das Wasser mit Hilfe einer Pumpe über ein separates Rohrsystem in das Gebäude geleitet.

Wofür können Sie das Regenwasser nutzen?

Im Gebäude kann es direkt über die separate Rohrleitung zu den entsprechenden Verbrauchstellen befördert werden, wie zum Beispiel:

  • Toilette
  • Waschmaschine
  • separater Hahn im Garten oder Gebäude mit dem Hinweis „Kein Trinkwasser“

Sie können das Regenwasser für die Toilettenspülung, zum Waschen in der Maschine, zur Gartenbewässerung und sogar für Ihre komplette Hausreinigung nutzen. In diesen Bereichen kann das Trinkwasser bedenkenlos gegen Regenwasser ausgetauscht werden. Auf diese Weise könnten Sie Ihren Trinkwasserverbrauch um 50 Prozent senken und somit viel Geld sparen.

Die eingebaute Filteranlage reinigt das Regenwasser soweit, dass es für die oben genannten Verbrauchsstellen genutzt werden kann. Auf den Einsatz von Chemikalien wie Chlor kann ganz verzichtet werden.

Eine Untersuchung der „Landeshygieneanstalt für Chemie, Hygiene und Veterinärmedizin“ in Bremen hat ergeben, dass auch in Wäsche, die bei Niedrigtemperaturen mit Regenwasser gewaschen wurde, nicht mehr Keime enthalten sind, als in mit Trinkwasser gewaschener Wäsche.

Außerdem ist Regenwasser „weicher“ als Trinkwasser, das heißt es enthält nur sehr wenig Kalk oder ist kalkfrei. Das wiederum bringt weitere Vorteile mit sich:

  • Optimales Wasser für Pflanzen
  • Keine Bildung von Urinstein in der Toilette
  • Verlängert die Lebensdauer Ihrer Waschmaschine
  • Es entstehen keine Kalkflecken bei der Hausreinigung, zum Beispiel beim Fenster putzen.

Eine Regenwassernutzungsanlage ist eine gute Investition in die Zukunft angesichts steigender Trinkwasserpreise und erhöhtem Niederschlagsaufkommen. So schaffen Sie sich nicht nur ein Stück Unabhängigkeit von Ihrem Wasserversorger, sondern entlasten mit Ihrer Anlage die Kanalisation und senken somit auch das Hochwasserrisiko.

Mehr zum Thema „Regenwassernutzungsanlage“ erfahren Sie hier.

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Ein Kommentar
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  1. […] Einen Großteil des Trinkwassers können Sie auch durch Regenwasser ersetzen beispielsweise für die Toilettenspülung oder zur Gartenbewässerung. Weitere Informationen zur Regenwassernutzung erfahren Sie in folgendem Artikel: Wie Sie Regenwasser optimal einsetzen können. […]

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