Wie Sie Ihre Wände mit der Schwammtechnik streichen

27. April 2009 | Von | Kategorie: Dach und Wand

Die Schwammtechnik, auch Tupftechnik genannt, ist eine einfache wie auch schnelle Methode für eine individuelle Gestaltung Ihrer Räume. Sie können zum einen die Unebenheiten im Verputz kaschieren und zum anderen Ihre Räume optisch vergrößern.

Trotz der unregelmäßigen und mehrfarbigen Gestaltung wirken die Flächen ruhig und ähneln farbigen Wolken. Ton-in-Ton-Kontraste wirken besonders harmonisch.

Um diese Gestaltungstechnik anzuwenden sind keine besonderen Vorkenntnisse notwendig. Es empfiehlt sich jedoch vor dem Anstrich auf einem Stück Karton den Umgang mit den Materialien zu üben.

Außerdem unterscheidet sich jede Wand von den anderen Wänden, die mit dieser Methode gestaltet wurden. Deshalb ist es um so einfacher die Wände noch einmal zu bearbeiten.

Untergründe

Geeignet sind alle glatten oder strukturierten Untergründe wie Rigips, Pressspan, Putz, Beton und Tapeten. Hier gilt: je grober der Untergrund, desto schwieriger ist das Auftupfen der Farbe.

Farbauswahl

Die Farbe für den Grundanstrich sollte eine matte, glatte Satinfarbe oder semi-glänzende Farbe sein. Die Wandfarbe und die Kontrastfarbe sollten Ton in Ton bleiben, weil der Raum ansonsten optisch kleiner wirkt. Wählen Sie deshalb hellere Töne für den Grundanstrich um den Raum zu vergrößern.

Als Kontrastfarbe sollten Sie gut deckende Farben verwenden. Sie können auch herkömmliche Farben benutzen. Diese müssen aber mit Binder verrührt werden. Hier gilt Folgendes zu beachten: je mehr Binder, desto transparenter wird der Anstrich.

Eine besonders intensive Wirkung können Sie erzielen, indem Sie mehrere Farbnuancen beim Kontrastanstrich verwenden. Das Auftupfen der verschiedenen Farben kann dabei nass in nass erfolgen, durch den Mix der Farbtöne werden zusätzliche Farbnuancen sichtbar.

Hilfsmittel

  • Naturschwamm
  • Eventuell Handschuhe
  • Farbwanne
  • Wandfarbe
  • Kontrastfarbe

Arbeitsablauf

  1. Die Wände werden mit dem gewählten Grundton beschichtet.
  2. Nachdem die Grundfarbe getrocknet ist, kann die zweite Farbe (meist ein dunklerer Farbton) mit dem Naturschwamm aufgetragen werden. Hierzu wird die Farbe (meist Dispersionfarbe) mit Wasser verdünnt.
  3. Der Naturschwamm wird vorsichtig in die Farbe getaucht, damit er nur wenig Farbe aufnimmt.
  4. Der Schwamm wird auf einer Pappe oder etwas Ähnlichem abgetupft, damit die Farbabdrücke nicht zu kräftig werden.
  5. Der Schwamm wird vorsichtig mit möglichst wenig Druck auf die Wand getupft. Beim Aufbringen der Farbe den Schwamm drehen, um ein eintöniges Muster zu vermeiden.
  6. Um eine effektvolle Wirkung zu erzielen, kann man nach der Trocknung die Schwammtechnik mit anderen Farbtönen beliebig oft übertupfen.

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