Was tun gegen Hausstaubmilben?

16. Februar 2009 | Von | Kategorie: Allgemein

Die gute Nachricht zuerst: Hausstaubmilben übertragen keine Krankheiten. Allerdings sind sie für den

Lebensraum der Hausstaubmilben

Lebensraum der Hausstaubmilben

Menschen trotzdem lästig, da der von ihnen abgesonderte Kot häufig zu Allergien führt. Der Kot der Hausstaubmilben vermischt sich mit der Luft und gelangt so in unsere Atemwege. Milben finden sich in jedem Haushalt wieder und sind nicht auf mangelnde Hygiene zurück zu führen. Ihr Wohnraum ist die gesamte häusliche Umgebung, am größten ist die Milbenkonzentration allerdings in unseren Betten. Dort leben sie nicht nur in den Matratzen, sondern auch in geringerer Menge in Kissen, Oberbetten oder Kuscheltieren.

Immer mehr Menschen reagieren inzwischen allergisch auf Hausstaubmilben. Typische Symptome dafür sind Atemwegserkrankungen, Dauerschnupfen, Augenjucken oder Kopfschmerzen.
Um das zu vermeiden bzw. einer Allergie vorzubeugen gibt es verschiedene Möglichkeiten die Menge der Milben zu reduzieren, sie dauerhaft zu beseitigen ist allerdings kaum möglich.

Sehr effektiv ist die Verwendung von milbendichten Bezügen (engl. Encasing) für die Matratze, sowie Kissen und Oberbetten. Der Bezug verhindert, dass der Milbenkot in die Luft gelangt. Außerdem gelangen andersrum keine Hautschuppen mehr in die Matratze, die den Milben als Nahrung dienen. Beim Kauf eines milbendichten Bezugs müssen einige Dinge beachtet werden. Der Bezug sollte aus schadstoffarmen Materialien bestehen, dass auch für Allergiker unbedenklich ist. Der Bezug muss zudem die gesamte Matratze umschließen und außerdem wasser- und dampfdurchlässig sein, da sonst Schimmel entstehen kann.
Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung von Antimilben-Mitteln. Diese sind für den Menschen ungefährlich, müssen jedoch konsequent angewendet werden um dauerhaft Wirkung zu erzielen.

Weitere Tipps zur Verringerung der Milben sind:

  • Trockenes Schlafklima schaffen beispielsweise durch häufiges Lüften (Stoßlüften mehrmals täglich)
  • Matratzen die älter als 8 Jahre sind austauschen
  • atmungsaktive Matratzen verwenden
  • Häufiges Lüften und Wenden der Matratze
  • Matratzen mit abnehmbaren Bezügen verwenden, Bezüge alle 2-3 Monate waschen
  • Kuscheltiere können durch waschen oder einen Besuch in der Kühltruhe von Milben befreit werden
  • Matratze mit einem hochwertigen Staubsauger häufig absaugen
  • kochfeste Bettwäsche verwenden, die bei 95° waschbar ist
  • Staubfänger wie zum Beispiel offene Regale oder Polstermöbel im Schlafbereich vermeiden, Ledermöbel bieten Milben übrigens kaum Lebensraum

Werden diese Hinweise dauerhaft befolgt, reduziert sich die Anzahl der Milben merklich. Dadurch werden für Allergiker die Beschwerden gelindert, allen anderen dient es der Vorbeugung.

Bildquelle: Stihl024 / www.pixelio.de

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