Was sind eigentlich KfW-Häuser?

19. Januar 2009 | Von | Kategorie: Hausbau

Die Bezeichnungen KfW-Haus 40 und KfW-Haus 60 wurden abgeleitet aus dem Förderprogramm „Ökologisches Bauen“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Sie definieren Anforderungen für einen besonders niedrigen Energiebedarf von Häusern.

Luxhaus

Was sind eigentlich KfW-Häuser? (Quelle: Luxhaus)

Die Zahlen 40 und 60 stehen dabei für das jeweilige KfW-Haus und dessen höchsten Jahresverbrauch an Energie pro Quadratmeter Wohnfläche in Kilowattstunden. Das bedeutet, dass ein KfW-Haus 40 höchstens einen Energieverbrauch von 40 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr hat, ein KfW-Haus 60 verbraucht somit 60 Kilowattstunden.

Derzeit bestehen die Anforderungen der Energiesparverordnung, kurz EnEV, in Deutschland. Diese besagt, dass alle Wohngebäude mit einem maximalen Energieverbrauch von 60 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche zu den Niedrigenergiehäusern zählen. Dazu zählen auch die beiden KfW-Häuserarten.

Förderprogramm der KfW-Bank

Wer sich dazu entschließt sein neues Haus nach KfW-Maßstab zu bauen oder zu sanieren wird dafür von der KfW-Bank mit günstigen Krediten belohnt.

Die zu erfüllenden Anforderungen sind folgende:

  • Energieverbrauch: Das Haus darf maximal 60 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche pro Jahr verbrauchen
  • Das Haus muss den laut EnEV zulässigen Transmissionswärmeverlust um 45 Prozent beim KFW-40-Haus und um 30 Prozent beim KFW-60-Haus unterschreiten
  • Die Werte müssen durch einen zugelassenen Energieberater oder Sachverständigen überprüft werden

Das heißt Sie müssen besonders viel Wert auf Wärmedämmung und die Art Ihrer Heiztechnik legen. Hier unterscheidet man aber folgendermaßen in:

  • Heiztechnik mit fossilen Brennstoffen müssen sehr hohe Brennstoffwerte erreichen.
  • Heiztechnik mit regenerativen Energien kann mit hochisolierenden Dämmstoffen errichtet werden. Hier muss das Haus jedoch zusätzlich über eine Lüftungsanlage verfügen.

Das außergewöhnliche an diesem Finanzierungsmodell ist, dass die Zinsen beim Bau beziehungsweise Kauf eines KfW-Hauses in den ersten zehn Jahren durch Bundesmittel vergünstigt werden. Die Kredithöhe beträgt 50.000 Euro pro Wohneinheit. Allerdings werden diese Finanzierungen durch die KfW nicht direkt an den Bauherren, sondern immer über andere Kreditinstitute, wie zum Beispiel die Hausbank, gewährt.

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