Was Sie zum Thema Mietkaution wissen sollten

20. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Allgemein

Die Mietkaution dient dem Vermieter als Absicherung vor eventueller Nichterfüllung des Mietvertrages seitens des Mieters, wie zum Beispiel nicht geleistete Mietzahlungen, der Nachzahlung von Nebenkosten oder Schadensansprüchen nach dem Auszug des Mieters.

www.pixelio.de / Uli Carthäuser

Quelle: www.pixelio.de / Uli Carthäuser

Deshalb sollten Sie folgende Sachverhalte beachten, wenn Sie sich dafür entscheiden eine Immobilie zu mieten, bei der als Sicherheit eine Kaution hinterlegt werden muss:

Der Vermieter kann mehrere Sicherheiten (Kaution, Bürgschaft, Sparbuchpfändung, Sicherungsabtretung, etc.) verlangen. Die maximale Höhe der Mietsicherheit ist gesetzlich jedoch auf 3 Monatskaltmieten begrenzt.

Tipp: Ist der Makler gleichzeitig Vermieter, Verwalter oder Eigentümer der Immobilie, hat er keinen Anspruch auf Provision.

Des Weiteren ist gesetzlich festgehalten, dass der Mieter die Kaution in Raten bezahlen kann und der Vermieter die einmalige Zahlung der gesamten Kaution nicht verlangen darf. Die erste Rate wird mit Beginn des Mietverhältnisses fällig. Selbst wenn es zu Mieterhöhungen während der Mietzeit kommen sollte, ist der Mieter nicht verpflichtet die Kaution zu ergänzen.

Bewahren Sie die Belege für die gezahlte Kaution bis zum Auszug auf. Denn im Falle eines Mieterwechsels können Sie nachweisen, dass Sie die Kaution für Ihre Mieteinheit bereits entrichtet haben.

Für den Vermieter besteht eine Anlagepflicht für die Kaution. Die daraus resultierenden Erträge stehen dem Mieter zu. Das bedeutet, wenn der Mieter gegenüber dem Vermieter keine offenen Forderungen hat, so muss der Vermieter die Kaution und die entstanden Zinsen dem Mieter nach dessen Auszug überweisen. Von dieser Regelung ausgenommen sind Mieteinheiten von Studentenwohnheimen und Jugendwohnheimen.

Bei der Auszahlung der Kaution und der Zinsen ist der Vermieter nicht auf den Übergabetermin festgelegt. Vermieter haben eine angemessene Prüfungs- und Überlegungsfrist. In diesem Zeitraum, der sich ungefähr auf ein halbes Jahr beläuft, kann der Vermieter prüfen, ob der Mieter noch Zahlungen an ihn zu leisten hat. Die Abrechnung darf aber nicht unnötig lange hinaus gezögert werden. Denn sobald die möglichen Ansprüche feststehen, ist der (restliche) Betrag freizugeben.

Tipp: Ein Abnahmeprotokoll oder Übergabeprotokoll kann sich hier als nützlich erweisen.

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