Was Sie beim Bau einer Regenwassernutzungsanlage beachten sollten

6. Juli 2009 | Von | Kategorie: Terrasse und Garten

Regenwasser kann in den verschiedensten Bereichen Anwendung finden. Sie können es zur Bewässerung des Gartens, zur Toilettenspülung, zum Betrieb der Waschmaschine und in vielen anderen Bereichen nutzen. Um dieses Wasser im privaten Haushalt effektiv nutzen zu können, benötigen Sie eine Regenwassernutzungsanlage.

Bei der Planung einer solchen Anlage muss zunächst Ihr persönlicher Regenwasserbedarf und der Regenwasserertrag Ihres Grundstücks ermittelt werden. Aufgrund dieser beiden Angaben wird die Größe Ihres Regenwasserspeichers ermittelt. Dies übernimmt für Sie der Sanitär- und Heizungsfachmann Ihres Vertrauens.

Falls Sie jedoch vorab wissen möchten wie groß Ihr geplanter Regenwasserspeicher sein sollte, um auch eine preisliche Vorstellung zu bekommen. Dann finden Sie auf der Webseite www.oekologisch-bauen.info einen Rechner, der Ihnen dabei hilft.

Vorteile einer Regenwassernutzungsanlage

  • Mall GmbH, Donaueschingen / www.mall.info

    Eine externe Regenwassernutzungsanlage / Quelle: Mall GmbH, Donaueschingen / www.mall.info

    Trinkwassereinsparungen von 50 Prozent und mehr (bei der Nutzung für den Garten)

  • Entfall von Gebühren für Wasser und Abwasser
  • Einsparungen bei Waschmittel, Weichspüler und Wasserenthärter
  • Befreiung von Versiegelungsgebühren möglich
  • Verbot der Gartenbewässerung während Trockenperioden in den Sommermonaten aufgehoben dank Eigenreserven
  • Schonung der Trinkwasservorräte
  • Einsparungen bei aufwendiger Trinkwasseraufbereitung
  • Unabhängiger von ständig steigenden Wasserpreisen
  • Entlastung der Kläranlagen

Rechtliche Vorschriften

Eine solche Anlage sollte immer den technischen Vorschriften sowie Gesetzen entsprechen und vom Fachmann installiert werden. Informationen zur Regenwassernutzung erhalten Sie bei Ihrer Gemeinde.

Eine Anlage zur Regenwassernutzung, die nur für die Bewässerung des Gartens genutzt wird, ist weder anzeigepflichtig noch genehmigungspflichtig.

Die Regenwassernutzungsanlage für die Haustechnik hingegen muss beim zuständigen Wasserversorgungsunternehmen angezeigt werden. Außerdem sind Sie dazu verpflichtet den Einbau einer solchen Anlage dem zuständigen Gesundheitsamt und Ihrer Gemeindeverwaltung mitzuteilen. Es sind des Weiteren die Trinkwasserverordnung und die Allgemeinen Bedingungen für die Versorgung mit Wasser zu beachten.

Kosten

Die Planung und der Einbau einer Regenwassernutzungsanlage fallen jedoch in die Zuständigkeit eines Sanitär- und Heizungsfachmanns. Die Investitionskosten für eine Regenwassernutzungsanlage mit Speicher, Rohrleitungen, Filter und Pumpen belaufen sich auf etwa 2.500 bis 5.000 Euro, abhängig von Ihren Eigenleistungen und der Größe des Regenspeichers.

Zusätzlich entstehen jährlich Kosten von etwa 100 Euro für die Wartung der Anlage durch ein beauftragtes Unternehmen Ihrer Wahl.

Fördermittel

In vielen Teilen Deutschlands werden Regenwassernutzungsanlagen öffentlich gefördert, zum Beispiel verzichten die Gemeinden sowie Kommunen auf zusätzliche Abwassergebühren. In Nordrhein-Westfalen gibt es eine Förderung in Höhe von 1.500 Euro. Es bestehen jedoch regionale Unterschiede. Informationen zur Regenwassernutzung erhalten Sie bei Ihrer Gemeinde oder Kommune.

Viele Gemeinden erkennen einen Erdtank als Regenwasserkontrollschacht an. So sparen Sie sich die zusätzlichen Baukosten für einen Kontrollschacht in Höhe von etwa 1.500 Euro.

Anforderungen an eine Regenwassernutzungsanlage

  • Bei Neubauten kann eine Regenwasser-Sammelanlage von Beginn an eingeplant werden.
  • Man kann die Anlage im Haus (wie im Keller) oder außerhalb installieren.
  • Der Wasserspeicher sollte einfach zu reinigen und nicht aus Metall sein (Korrosionsgefahr).
  • Sammelwasser für Toilettenspülung, Waschmaschine und Gartenbewässerung verwenden.
  • Statt Trinkwasseranschluss Installation von Regenwasserleitungsnetz in allen Toiletten.
  • Regenwasser- und Trinkwasserleitung sind vollkommen voneinander zu trennen.
  • Regenwasser ist bei Verwendung im Haushalt zu filtern.
  • Wasser möglichst kühl und dunkel halten, denn bereits bei über 15° C und bei Lichteinfall tritt eine starke Vermehrung von Bakterien auf.
  • Speicher nicht zu groß dimensionieren (lange Standzeit – hygienische Belastung, Geruchsprobleme).
  • Durchschnittliche Größe: 5 bis 8 m3 pro Haushalt, abhängig vom Einsatzbereich und angestrebtem Deckungsgrad
  • Für Gartenbewässerung: 6 m3 pro 100 m2 zu bewässernde Fläche/Jahr
  • Sinnvoll ist eine Zapfstelle für sonstige Anwendungen (Aufschrift: Kein Trinkwasser).

Dass gerade in der Gartenbewässerung sowie in Teilen der Haustechnik Regenwasser eine umweltfreundliche und kostengünstige Lösung ist, zeigt die Mall GmbH mit ihren unterirdischen Regenspeichern schon seit vielen Jahren.

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