Sicherheitsrisiko: Weihnachtsbeleuchtung

21. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Gebäudetechnik

Täglich kommt es zu 150 Bränden in deutschen Haushalten. Das sind über 50.000 Wohnungsbrände im Jahr. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft befürchtet, dass allein in der diesjährigen Weihnachtszeit mehr als 12.000 Wohnungsbrände ausbrechen werden. Zudem ergab eine Untersuchung der EU-Kommission, dass jede dritte Weihnachtslichterkette in Flammen aufgehen oder einen Stromschlag verursachen kann.

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Quelle: www.pixelio.de / siepmannH

Nicht nur die Kerzen Ihres Adventskranzes können ein potenzieller Brandherd sein, sondern auch die Lichterketten. Denn wenn die eine oder andere Glühlampe ausfällt, dann erhitzen sich die übrigen Lampen umso stärker. Deshalb sollten sich keine Lichterketten oder Lichtschlauch in der direkten Umgebung von leicht entzündlichen Materialien wie zum Beispiel Papier, Stroh oder Filz befinden. Zudem sollten Sie die Glühlampen Ihrer Weihnachtsdekoration von Zeit zu Zeit überprüfen und falls nötig kaputte Glühlampen (richtige Wattstärke) umgehend auswechseln.

Wenn Lametta oder Engelshaar in Kontakt kommt mit unter Spannung stehenden Elementen, dann besteht die Gefahr eines Kurzschlusses. Deshalb sollten Sie auch nicht versuchen defekte Kabelisolierungen wieder Instand zu setzten. Denn ohne einen Transformator kann der Strom ungebremst durch die Kabel fließen. Dabei sollte man einen Stromschlag nie auf die leichte Schulter nehmen. Denn bis zu 24 Stunden nach einem elektrischen Schlag können Herzrhythmusstörungen auftreten, die zum Tod führen können. Deswegen sollten Sie nach jedem Stromschlag einen Arzt aufsuchen oder ins Krankenhaus fahren und ein EKG machen lassen. Die Stromspannung beträgt in Deutschland 230 Volt. Wird aus Sicherheitsgründen der Strom über einen Transformator geleitet, so beträgt die Stromspannung nur noch 50 Volt.

Sie sollten eine Lichterkette aussortieren und entsorgen, wenn:

  • eine Lampenfassung verrutscht ist,
  • die Kabelisolierung beschädigt ist, oder
  • der Trafo überlastet ist.

Denn diese Komponenten können nicht ausgetauscht oder wieder instand gesetzt werden.Besondere Vorsicht sollten Sie deshalb beim Außenbetrieb von Lichterketten und Lichtschläuchen walten lassen. Diese sollten immer über einen Transformator verfügen und dem Kürzel IP44, IP54, IP64 oder mit dem folgenden Symbol: Wassertropfen im Dreieck. Denn diese Kennzeichnungen bestätigen, dass die elektrischen Geräte spritzwassergeschützt sind und sie ohne Bedenken für den Außeneinsatz genutzt werden können. Außerdem sollten Sie geschützte Verlängerungskabel und Steckdosen mit Fehlerstromschutzschalter verwenden.

Um das Brandrisiko weiter zu mindern, sollten Sie Ihren Weihnachtsbaum in einen robusten, mit Wasser befüllten Weihnachtsbaumständer aufstellen. Darüber hinaus sollte genügend Abstand zu brennbaren Materialien vorhanden sein, Fluchtmöglichkeiten bestehen und entsprechende Löschmittel zur Hand sein.

Quelle: TÜV Rheinland Group

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