Renovierung im Bad leicht gemacht

28. August 2009 | Von | Kategorie: Bad und Sanitär

Das Badezimmer ist in den letzten Jahren mehr und mehr zum Aufenthaltsort geworden, der Entspannung und Ruhe bringen soll. Daher wird auch die Optik des Bades immer mehr Beachtung geschenkt. In vielen Bädern finden sich allerdings noch immer Blümchenmuster, grüne Fliesen oder rosa Waschbecken im Stil der vergangenen Jahrzehnte.

Eine Renovierung im Bad ist oft aufwendig und zeitintensiv. Es gibt allerdings Methoden, bei denen Sie sich das lästige Abschlagen der Fliesen ersparen können und trotzdem ein neues Ambiente schaffen.
Eine Möglichkeit ist das Überkleben der Fliesen, eine andere die Beschichtung mit Fliesenlack.

Das können Sie sich in Zukunft sparen!

Vorraussetzung für das Überkleben der Fliesen ist, dass der Untergrund tragfähig ist. Deshalb sollten Sie den Halt Ihrer alten Fliesen anhand des so genannten „Klopftests“ mit einem Gummihammer überprüfen. Erweist sich eine Fliese als locker, muss sie ersetzt werden. Die Lücke können Sie ganz einfach zuspachteln. Außerdem sollten die Fliesen trocken, staubfrei, fettfrei sein und keine Rückstände von Aufklebern oder Anstrichen aufweisen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die neuen Fliesen nicht richtig halten.
Besonders wichtig ist die Überprüfung der Abdichtungen, sollten diese nicht mehr einwandfrei sein, müssen die Schäden unbedingt behoben werden. Ansonsten ist der Schimmelbefall im Bad vorprogrammiert.
Nachdem Sie die Fliesen gründlich gereinigt haben, sollten diese mit Haftgrund vorbehandelt werden. Hier eignet sich Spezialkonzentrat für alte Fliesen.
Damit die neuen Fliesen auch auf lange Sicht gut halten, sollten Sie am Besten flexiblen Kleber verwenden, dieser kann kleine Bewegungen des Untergrunds ausgleichen ohne zu reißen.
Der Kleber muss mit Wasser angerührt werden und wird dann auf die gesamte Fläche verteilt. Dabei sollten Sie darauf achten, dass Sie nur so viel Kleber auftragen, wie Sie auch verarbeiten können bis der Kleber getrocknet ist. Am Besten fliesen Sie von unten nach oben, zur besseren Ausrichtung können Sie eine Schnur spannen.
Zum Schluss werden die Fugen geschlossen, dazu eignet sich flexibler Fugenmörtel. In den Eckfugen, oder Übergängen zur Dusche sollten Sie elastisches Sanitär-Acryl verwenden, dieses reißt weniger schnell.

Eine andere Möglichkeit Ihrem Badezimmer ein neues Aussehen zu verpassen, ist die Lackierung der Fliesen. Auch dabei ist die Vorraussetzung eine sorgfältige Reinigung der Fliesen, damit keine Rückstände mehr vorhanden sind. Danach folgt die Grundierung, das Auftragen des Lacks und die Versiegelung. Besonders wichtig ist dabei, dass Sie die Anweisungen auf der Verpackung genau befolgen, ansonsten können Blasen im Lack entstehen. Diese Methode erfordert nicht ganz so viel handwerkliches Geschick, wie das Verlegen von neuen Fliesen. Der Nachteil ist allerdings dass nur fünf verschiedene Farben erhältlich sind. Außerdem liegt der Preis für zehn Quadratmeter Lack bei etwa 90 Euro. Zum Vergleich: Günstige Fliesen aus dem Baumarkt sind ebenfalls zu diesem Preis erhältlich.

Sollten Sie in einer Mietswohnung wohnen, ist bei beiden Methoden das schriftliche Einverständnis des Mieters erforderlich. Denn auch das Lackieren der Fliesen zählt schon als bauliche Änderung.

Bildquelle: Rainer Sturm / www.pixelio.de

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