Regenwassernutzung im Garten

1. Juni 2009 | Von | Kategorie: Terrasse und Garten

So überstehen Ihre Gartenpflanzen kostengünstig die heißen Tage

www.pixelio.de / H.La.

Quelle: www.pixelio.de / H.La.

Regenwasser kann in den verschiedensten Bereichen Anwendung finden. Sie könnten es zur Bewässerung des Gartens, zur Toilettenspülung, zum Betrieb der Waschmaschine und in vielen anderen Bereichen nutzen.

Die Gartenbewässerung mit Regenwasser ist ein gutes Beispiel für den Austausch von Trinkwasser gegen Regenwasser. Denn kein Blumenwasser ist günstiger als Regenwasser. Nebenbei ist es auch noch viel verträglicher für die Blumen als Trinkwasser. Denn Regenwasser ist „weicher“ und wärmer als Leitungswasser und unterstützt die Pflanzen bei der Mineralstoffaufnahme.

Wenn Sie also Ihren Garten sowie Ihre Pflanzen mit Regenwasser bewässern, tun Sie nicht nur was für Ihr Portmonnaie, sondern leisten gleichzeitig einen Beitrag zum Umweltschutz.

Zwar nutzen die deutschen Haushalte jährlich nur 3 Prozent des verbrauchten Trinkwassers für die Gartenpflege, dennoch können beim einzelnen Gartenbesitzer hohen Kosten entstehen. Schließlich gilt folgende Faustregel für die Gartenbewässerung im Sommer: einmal pro Woche etwa 10 Liter je Quadratmeter. Wie hoch Ihre Kosten ausfallen ist abhängig von der Größe Ihres Gartens, der Anzahl an heißen Tagen und den in Deutschland regional stark schwankenden Wasserpreisen sowie Abwassergebühren.

Die unterschiedlichen Bewässerungstechniken:

  • Wenn Sie Ihre Pflanzen mit Kanne und Gartenschlauch versorgen, verlieren Sie wenig Wasser durch Verdunstung. Schließlich können Sie auch durch gezieltes Gießen Geld sparen. Eine besondere Form der Bewässerung mit dem Gartenschlauch stellt der perforierte Tropfschlauch dar. In einem Radius von 30 Zentimetern durchfeuchtet er die Erde, indem er tröpfchenweise Wasser abgibt. Hauptanwendungsbereiche sind Hecken und Gemüsebeete.
  • Regentonnen sind die klassische Variante um Regenwasserreserven für heiße Tage zu sammeln. Diese sind in vielen Größen und in unterschiedlicher Ausstattung erhältlich. Der Nachteil hier ist die Kapazität der Regentonne. Denn Sie können zwar mit dem gesammelten Wasser einige Pflanzen gießen, aber das Wasser genügt nicht um einen mittelgroßen Garten zu bewässern.
  • In der Erde versenkte Wassertanks nennt man Zisternen. Zisternen können größere Mengen Wasserreserven fassen, aber die Anschaffung sowie die anschließende Installation sind aufwendig und kostspielig. Deshalb sollten Sie sich vorher fachmännisch beraten lassen. In einigen Teilen Deutschlands wird der Bau von Zisternen sogar gefördert.
  • (Sprüh-)Regner gibt es in den verschiedensten Ausführungen zu kaufen. So dass sie je nach Modell in Form von Kreisen, Ellipsen und Streifen die Gartenbewässerung für Sie übernehmen. Sie müssen nur den Regner an die gewünschte Stelle platzieren, den Schlauch verlegen und den Wasserhahn aufdrehen. Das Anschalten und Ausschalten kann Ihnen sogar ein Bewässerungscomputer abnehmen, den Sie jederzeit nachrüsten können. Diese Geräte verfügen zusätzlich noch über Regensensoren oder Bodenfeuchtmesser. Nachteile aller Regner sind zum einen, dass ein Teil des Wassers den Boden gar nicht erst berührt, weil es verdunstet, weggeweht wird oder an den Blättern hängen bleibt. Zum anderen können sich die bewässerten Flächen überschneiden und andere bleiben dagegen trocken.

So können Sie Ihren Garten kostengünstig bewässern:

  • www.pixelio.de / Lars Kunze

    Quelle: www.pixelio.de / Lars Kunze

    Wenn Sie Ihren Garten wässern, dann sollten Sie dies stets gründlich tun. Denn dann genügt es einmal pro Woche zu sprengen, auch während einer längeren Hitzeperiode. Ausgenommen hier von sind Pflanzen mit flachen Wurzeln und Sämlinge, diese müssen täglich gegossen werden.

  • Gießen Sie Ihre Pflanzen nur morgens oder abends, dies gilt auch für das Sprengen von Rasenflächen und Gemüsebeeten. Zu dieser Zeit können die Pflanzen das Wasser optimal aufnehmen, weil nur wenig Wasser verdunstet. Außerdem „verbrennen“ die Blätter der Pflanzen sowie die Grashalme durch die Sonnenstrahlen nicht.
  • Sprengen Sie nur von Zeit zu Zeit, so bilden die Pflanzen längere Wurzeln.
  • Mit Hilfe von Mulch und Bodendeckern vermindern Sie die Bodenverdunstung.
  • Pflanzen Sie mehr Bäume, Sträucher und Stauden, die bei guten Bodenbedingungen nur wenig Wasser benötigen, wie zum Beispiel: Ginster, Buchsbaum und Fetthenne.

Quelle: www.test.de

Tags: , ,

Schreibe einen Kommentar