Neue EU-Regelungen ab Juli 2009

11. August 2009 | Von | Kategorie: Allgemein

Seit dem ersten Juli bestehen zahlreiche neue Regelungen der Europäischen Union, die den Verbrauchern zu Gute kommen.

www.pixelio.de / Stephanie Hofs)

Neue EU-Regelungen ab Juli 2009 (Quelle: www.pixelio.de / Stephanie Hofs)

Telefonieren mit dem Handy im Ausland

Rechtzeitig zu Beginn der Sommerferien 2009 gelten für das Telefonieren mit dem Handy im Ausland (das so genannte Roaming) neue Netto-Höchstpreise. Außerdem bestehen neue Regelungen für die Tarife der Datenübertragung und einem sekundengenauen Abrechnungsmodus.

  • Telefonieren: Ein Anruf ins EU-Ausland darf nicht mehr als 0,43 Euro netto (beziehungsweise 0,51 Euro inklusive Mehrwertsteuer) pro Minute kosten. Für die Annahme eines Handy-Gesprächs im EU-Ausland dürfen nicht mehr als 0,19 Euro netto (beziehungsweise 0,23 Euro inklusive Mehrwertsteuer) berechnet werden.
  • SMS verschicken: Eine SMS-Nachricht in der EU darf zukünftig nicht mehr als 0,11 Euro netto (beziehungsweise 0,13 Euro inklusive Mehrwertsteuer) kosten.
  • Abrechnung: Mit der bisherigen Abrechnung per Minute haben die Verbraucher circa 20 Prozent mehr bezahlt, als sie eigentlich telefoniert haben. Dieser Abrechnungsmodus pro angefangene Minute ist künftig illegal. Nun müssen Handytelefonate immer sekundengenau berechnet werden. Das gilt für alle abgehenden Anrufe ab 30 Sekunden und für alle eingehenden Anrufe ab der ersten Sekunde.

Bitte beachten Sie, dass Sie nur noch Notrufe mit dem Handy absetzen können, wenn Sie über ein Handy mit freigeschalteter SIM-Karte verfügen. Natürlich bleiben diese Telefonate weiterhin kostenlos.

Rückstände in Nahrungsmitteln

Seit Anfang Juli ist die Anwendung von verbotenen beziehungsweise nicht geprüften Stoffen in Lebensmittel produzierenden Tieren verboten. Aus diesem Grund gelten neue Verordnungen zu Höchstmengen von Arzneimitteln in Nahrungsmitteln. Ziel ist es, den Verbraucher vor gesundheitsbedenklichen Rückständen von Tierarzneimittel zu schützen. Deshalb wurden die Verfahren zur Feststellung der Grenzwerte verbessert und europaweit vereinheitlicht.

Außerdem sind mit Blei, Cadmium und Quecksilber belastete Nahrungsergänzungsmittel nicht mehr erlaubt und müssen vom Markt genommen werden.

Normen für Obst und Gemüse

Die Europäische Union annulliert Normen für 26 Obstsorten und Gemüsesorten. Die bekannteste Normierung war der Krümmungsgrad der Gurke. Diese Regelungen traten ursprünglich in Kraft, damit in den standardisierten Gemüsekisten immer die selbe Anzahl an Lebensmitteln zu finden war. Die Standards für unter anderem Auberginen, Bohnen, Spargel, Karotten und Pflaumen ändern sich ebenfalls.

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