Kräuterspirale – ein dreidimensionales Beet

16. März 2009 | Von | Kategorie: Terrasse und Garten

Zu Beginn des Frühjahrs rückt der Garten wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit. Nach dem grauen Winter ist oft der Wunsch nach etwas Neuem groß. In so einem Fall bietet sich die Gestaltung einer Kräuterspirale (auch Kräuterschnecke genannt) an. Sie passt in kleinere Gärten gleichermaßen wie in großzügige Beete.
Neben dem optischen Effekt bietet eine Kräuterspirale einen weiteren Vorteil. Auf kleinem Raum können die unterschiedlichsten Pflanzen mit verschiedenen Ansprüchen untergebracht werden.

Eine Kräuterspirale ist wie ein kleiner Turm in Form einer Spirale, das Beet windet sich also nach oben. Die Seitenwände bestehen aus Steinen. Diese sind zum einen Blickfang und geben zum anderen Wärme an die Pflanzen ab. Ein kleiner Teich bildet den Fuß der Spirale.
Bevor das Beet angelegt wird, muss ein geeigneter Platz gefunden werden. Dieser sollte möglichst sonnig sein und außerdem nah an der Küche liegen. Wenn das nicht möglich ist, sollte sicher gestellt werden, dass man auch an regnerischen Tagen trockenen Fußes die Kräuter ernten kann. Für die Grundfläche sollten zwei bis drei Quadratmeter eingerechnet werden. Das Beet wird etwa einen Meter hoch. Die Höhe entsteht durch Bauschutt, dieser ist recht günstig zu bekommen.

Eine Kräuterspirale besteht aus folgenden vier Bereichen: Wasserzone, Feuchtzone, Normalzone und

So könnte Ihre Kräuterspirale auch aussehen

So könnte Ihre Kräuterspirale auch aussehen

Trockenzone, auch Mittelmeerzone genannt.
Beim Aufbau wird mit der ersten Zone, der Wasserzone, begonnen. Diese bildet der kleine Teich, er sollte in Richtung Süden liegen. Von dort aus wird die Form der Kräuterspirale aufgezeichnet und mit Hilfe von Stöcken gekennzeichnet. Die Steine werden von außen nach innen aufgebaut. In der Mitte wird mit Hilfe des Bauschutts die Höhe geschaffen. Zwischen den Mauern sollt etwa 60 cm Platz sein. Als Material können zum Beispiel Kalksandsteine, Feldsteine oder auch Ziegelsteine verwendet werden. Der Teich kann mit Teichfolie ausgelegt werden, er ist ansonsten frei gestaltbar. Einen Übergang zum Beet kann man mit einigen Steinen schaffen. Zum Schluss sollte die Erde am Fuß des Beetes mit reifem Kompost gemischt werden in der Spitze dagegen mit Sand und Kalk. So schafft man verschiedene Bedingungen und wird den unterschiedlichen Pflanzenarten gerecht.

Jetzt kann man mit dem Bepflanzen beginnen. Die geeignete Zeit dafür ist entweder im Herbst oder im Frühjahr. Bei der Auswahl der Kräuter sollte man darauf achten, dass sie nicht allzu groß werden und vor allem keine langen Wurzeln, oder Wurzelausläufer bilden. Denn dadurch besteht die Gefahr, dass andere Kräuter verdrängt werden. Ansonsten hat man die Qual der Wahl. Sogar die Zwischenräume der Mauer sind bepflanzbar, zum Beispiel mit Thymian oder Dachwurz. Pflanzen, die wie Kapuzinerkresse ein wenig mehr Platz brauchen, sollte man an die Mauer pflanzen, so können sie sich über den Rand ausbreiten. Nicht winterfeste Kräuter, wie beispielsweise Rosmarin, sollten eingetopft werden. So können sie im Herbst einfach mit in das Haus genommen werden.
Wenn die gesamte Kräuterspirale ein wenig kleiner ist, muss man nicht auf die Artenvielfalt verzichten, da es von fast allen Gewürzkräutern auch kleinwüchsige Sorgen gibt.

Bildquelle: Kladu / www.pixelio.de

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