Hochbeete

25. März 2009 | Von | Kategorie: Terrasse und Garten

Entgegen vieler Vorurteile ist Gartenarbeit bei vielen Menschen ein beliebter Zeitvertreib. Viele Hobby-Gärtner sind jedoch genervt vom ständigen Bücken und dem Hocken auf dem Boden. In solchen Fällen ist ein Hochbeet eine praktische Alternative. Es ist rückenschonend und auch die Pflanzen profitieren davon.
Die Erträge eines Hochbeets sind in der Regel 2-3 mal höher, als auf der gleichen Fläche eines gewöhnlichen Beets. Denn die Pflanzen wachsen schneller und die Saison beginnt früher und endet später. Außerdem lässt sich ein Hochbeet dichter bepflanzen und kann schon dadurch größere Ernten abwerfen. Zudem ist man unabhängig von der Bodenbeschaffenheit, ein Hochbeet kann man problemlos auch auf den Balkon oder die Terrasse stellen. Ein weiterer Vorteil ist der leichte Schutz vor Wühlmäusen und Schnecken.

Beim Bauen eines Hochbeets sollte man sich an gewisse Maßvorgaben halten. In der Regel gilt, das Beet sollte etwa 80-120 cm hoch sein. In der Breite sollte es nicht mehr als 130 cm messen, da es sonst zu Problemen bei der Bearbeitung kommt. Die Länge ist variabel, empfehlenswert sind jedoch mindestens 200-250 cm um ein bequemes Befüllen zu ermöglichen. Plant man ein sehr langes Hochbeet, muss darauf geachtet werden, dass die Seitenwände stabil sind und dem Druck standhalten. Grundsätzlich hat man beim Material die freie Wahl, am häufigsten wird Holz verwendet, zum Beispiel Eiche, Robinie oder Tropenhölzer. Das Holz muss stabil sein und vor allem witterungs- und fäulnisbeständig. Je nach Material und Länge des Hochbeets sollten die Seitenwände mit weiteren Pfosten unterstützt werden.

Bevor man mit dem Aufbau beginnt, sollte die gesamte Grundfläche mit engem Maschendraht ausgelegt werden. Das verhindert das Eindringen von Wühlmäusen. Wenn die Konstruktion steht, wird das Beet von innen mit Teichfolie ausgelegt. Das ist besonders bei Holz empfehlenswert und erhöht die Lebensdauer erheblich. Danach kann man schichtweise mit dem Befüllen beginnen. Jede Schicht sollte ungefähr 20-25 cm hoch sein. Die Schichten werden nach oben hin immer feiner. Man beginnt mit Zweigen und Ästen. Auf diese Weise kann man auch gleich die Gartenabfälle entsorgen. Die nächste Schicht bilden halb zersetzte, feinere Pflanzenreste. Als dritte und letzte Schicht kommt reifer Kompost bzw. Humuserde dazu. Vor jedem neuen Bepflanzen sollte die dritte Schicht mit Komposterde aufgefüllt werden, da sich die Schichten im Laufe der Zeit absenken. Erst nach 5-6 Jahren muss das Hochbeet komplett neu befüllt werden.

Es ist wichtig, das Hochbeet mit den einzelnen Schichten zu befüllen. Denn nur so entstehen Zersetzungsprozesse in der unteren Schicht. Diese erzeugen nicht nur zusätzliche Bodenwärme, im Schnitt 5-8° Celsius, es werden auch eine Menge Nährstoffe freigesetzt. Daher ist Düngen bei Hochbeeten vollkommen überflüssig.
Ist das Beet fertig, geht es an das Bepflanzen. Die geeignete Zeit dafür ist im Herbst oder im zeitigen Frühjahr. Bei den Pflanzen hat man die Qual der Wahl, ungeeignet sind nur allzu raumgreifende Pflanzen wie der Kürbis. Zudem empfiehlt es sich im ersten Jahr sogenannte starkzehrende Pflanzen zu setzen, zum Beispiel Lauch, Auberginen oder Tomaten. Für andere Pflanzen kann der reichhaltige Boden schon zu viel des Guten sein. Spätestens ab dem dritten Jahr können jedoch auch schwachzehrende Pflanzen verwendet

Das könnten Sie in Ihrem Hochbeet pflanzen!

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werden, beispielsweise Kräuter.

Bei all den Vorteilen bleibt einem eine Arbeit jedoch nicht erspart – das Gießen. Ein Hochbeet muss vor allem im Sommer häufig und viel gegossen werden, da dass Wasser nicht über so lange Zeit gespeichert werden kann wie im Erdreich. Es gibt aber dennoch einen kleinen Trick, wenn man nicht täglich gießen möchte: Dazu befüllt man mehrere Flaschen mit Wasser und steckt diese kopfüber in die Erde. Dennoch bietet es sich an, dass Hochbeet in Reichweite des Gartenschlauchs aufzubauen, so erleichtert man sich das Gießen am Besten.

Bildquelle: uschi dreiucker / www.pixelio.de

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Ein Kommentar
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  1. Und für die Arbeiten wofür man selber keine Zeit und Lust hat kann man ja eine Fachfirma beauftragen lassen.

    Gruß

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