Ein billiger Brandschutz: der Feuerlöscher

4. August 2009 | Von | Kategorie: Gebäudetechnik

Täglich kommt es zu 150 Bränden in deutschen Haushalten. Auch wenn in den meisten Fällen der finanzielle Schaden abgedeckt ist, so ist der Verlust von persönlichen Gegenständen sowie Erinnerungsstücken und einem sicheren Zuhause ein Verlust, der nicht zu ersetzen ist.

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Knapp drei Viertel aller Miethäuser verfügen über keinen Feuerlöscher. (Quelle: www.pixelio.de / Ich)

Experten für Brandschutz vertreten die Ansicht, dass 90 aller Brände schon frühzeitig verhindert werden könnten. Vorausgesetzt, dass das Feuer rechtzeitig entdeckt wird und das entsprechende Löschmittel zur Hand ist.

Zum einen sind dafür Rauchmelder von Vorteil. Qualitativ gute Rauchmelder sind im Baumarkt bereits für unter 30 Euro zu haben. Zum anderen nutzt das beste Alarmsystem nichts, wenn kein Feuerlöscher vorhanden ist, mit dem Sie das Feuer löschen könnten.

Einsatzgebiete von Feuerlöschern

Wenn Sie sich einen Feuerlöscher anschaffen möchten, dann sollten Sie sich darüber im Klaren sein, wo er zum Einsatz kommen wird. Abhängig vom Material wird Feuer in verschiedene Kategorien eingeteilt:

  • A: feste Stoffe
  • B: flüssige oder flüssig werdende Stoffe
  • C: Gase
  • D: Metalle
  • F: Öl

Welche Feuerlöscher eignen sich für Privathaushalte?

Pulverfeuerlöscher

Ein Pulverlöscher ist eindeutig zu identifizieren an der Aufschrift „ABC-Pulver“. Das Pulver ist ein Salzgemisch, das sich gut für das Löschen eines Feuers eignet, weil es die Flammen schnell erlischen lässt. Der Nachteil bei diesem Löschmittel ist, dass sich das feine Pulver nahezu überall verteilt und somit auch die elektrischen Geräte in Mitleidenschaft ziehen kann. Deshalb sind Pulverlöscher mehr für die Garage oder den Keller geeignet.

Schaumfeuerlöscher

Folglich ist für den Wohnbereich der Einsatz eines Schaumlöschers zu empfehlen. Er hilft das Feuer schon frühzeitig zu bekämpfen, indem die Zufuhr von Sauerstoff unterbinden, wird der Brand gezielt gelöscht. Im Gegensatz zum Pulverfeuerlöscher ist der Schaumfeuerlöscher gesundheitlich unbedenklich und verteilt sich nicht im gesamten Raum. Ein weiterer Vorteil von Schaumfeuerlöschern ist, das sie nicht nur zum Löschen von Feststoffen wie Kunststoff oder Textilien sondern auch von Flüssigkeiten wie Benzin oder Lack.

Wartung von Feuerlöschern

Einen Feuerlöscher findet man in jedem zweiten Haushalt in Deutschland. Dennoch wird nicht jeder in regelmäßigen Abständen auf seine Funktionalität hin kontrolliert.

Zwar bestehen keine gesetzlichen Bestimmungen, die eine regelmäßige Überprüfung von privaten Feuerlöschern vorschreiben, aber nach der allgemein gültigen Norm müssen Feuerlöscher alle 2 Jahre einer fachmännischen Prüfung unterzogen werden.

Diese Prüfung soll sicher stellen, dass der Feuerlöscher sowie die Löschmittel und Treibmittel sch in tadellosem Zustand befinden. Es wird eine Sicherheitsprüfung und eine Funktionsprüfung durchgeführt. Diese garantiert Ihnen dann, dass der Feuerlöscher für die nächsten 2 Jahre funktionstüchtig ist und Sie ihn im Notfall einsetzen können.

Entsorgung von Feuerlöschern

Die Kosten für diese Wartungsmaßnahme belaufen sich auf 10 bis 50 Euro pro Gerät. Für Privathaushalte ist es eventuell sinnvoller sich ein neues Gerät anzuschaffen anstatt das alte warten zu lassen. Bei einer Neuanschaffung sollten Sie stets die Kosten für die Entsorgung des alten Gerätes nicht außer Acht lassen. Die Preise der lokalen Müllentsorgungsdienste können von null bis zu einigen Euro pro Kilogramm reichen.

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