Die besten Tipps für einen gelungenen Anstrich in Eigenregie

11. April 2009 | Von | Kategorie: Dach und Wand

Verleihen Sie Ihrem Zuhause eine individuelle Note. Indem Sie Farbe in Ihr Leben lassen – und das im wörtlichem Sinne. Doch bevor Sie den ersten Pinselstrich setzen können, müssen Sie Einiges beachten:

  • Wie ist der Untergrund beschaffen, auf dem Sie streichen wollen?
  • Wollen Sie einen einfachen Anstrich durchführen oder wollen Sie mit einer besonderen Technik (Rollenanstrich, Schwammtechnik, Wickeltechnik, etc.) arbeiten?
  • Welche Materialien benötigen Sie?
  • Welche Kosten kommen auf Sie zu?

Hilfsmittel

  1. Folie / Malerflies
  2. Klebeband
  3. Teleskopstange
  4. Abstreifgitter
  5. Flachpinsel
  6. Heizkörperpinsel
  7. Walze groß
  8. Walze klein

Farbauswahl

Wer die Wahl hat, hat auch die Qual – das gilt auch für die Gestaltung Ihrer Räume. Welche Farbe Sie verwenden können, hängt von der Beschaffenheit der zu streichenden Fläche ab.

Dispersionsfarbe

  • bei Wänden mit Raufasertapete
  • mit Wasser verdünnbar
  • große Farbauswahl
  • bildet nachdem Trocknen eine kunststoffähnliche Oberfläche

Leimfarbe

  • lösemittelfrei
  • für fast alle Oberflächen geeignet
  • wasserlöslich, auch nach dem Trocknen
  • nicht geeignet für Feuchträume und den Außenbereich
  • lassen sich nicht übertapezieren oder mit anderen Farben mischen

Silikatfarbe

  • für Oberflächen aus Naturstein, Kalkputz, Zementputz oder porösen Beton
  • wichtigster Bestandteil: Kaliwasserglas
  • lange haltbar, weil sie mit der Oberfläche eine chemische Verbindung eingehen
  • nur für geübte Heimwerker

Kaseinfarbe

  • mit Bindemitteln: Kalk-Kasein und Borax-Kasein
  • bei Wänden mit Tapeten
  • nicht geeignet für Feuchträume (Schimmelanfälligkeit)
  • keine lange Haltbarkeit

Arbeitsablauf

Zunächst kleben Sie die Bodenfläche, Türrahmen und Fensterrahmen ab. Außerdem sollten Sie das Mobiliar ebenfalls vor Farbspritzern schützen. Zum Abdecken können Sie entweder Folien verwenden oder Malerfliese. Dann sollten Sie eventuelle Ritzen oder Löcher verfugen. Dies sollten Sie aber immer nur mit Acryl tun, weil sie diese im Gegensatz zu Silikon überstreichen können. Zur Vorbereitung gehört auch das Vorstreichen der Ecken, Kanten und der Fensterleibungen. Außerdem sollten Sie alle Wasserflecken Rostflecken und eventuelle Schimmelflecken mit einer Isolierfarbe vorstreichen.

Stephanie Hofs / www.pixelio.de)

Denken Sie daran alles gründlich abzukleben. (Quelle: Stephanie Hofs / www.pixelio.de)

Nun können Sie mit dem eigentlichen Anstrich beginnen. Zunächst streichen Sie die Decke. So wird verhindert, dass die Wände später Farbkleckse bekommen.

Der erste Anstrich, auch Grundanstrich genannt, kann im Verhältnis zehn zu eins mit Wasser gemischt werden. Für einen Anstrich auf Rauhfasertapete benötigen Sie etwa 170 Milliliter pro Quadratmeter. Das heißt Sie können mit zehn Litern Farbe eine Fläche von etwa 60 Quadratmetern streichen. Der Farbauftrag mit der Walze erfolgt immer über Kreuz. d.h. erst wird die Farbe zu einer Seite hin ausgerollt und danach nochmals quer – so wird ein gleichmäßiger Farbauftrag ermöglicht. Zudem sollte der Farbauftrag immer mit dem Lichtfall aufgetragen werden. Rollen Sie die Walze nicht zu schnell, so können Sie unnötige Farbspritzer vermeiden.

Löst sich die Tapete, einfach mit dem Pinsel etwas Farbe dahinter, andrücken und weiter – Sie benötigen keinen Kleister.

Das Klebeband, dass Sie zum Abkleben der verschiedensten Oberflächen verwendet haben, sollten Sie bereits wieder abziehen wenn die Farbe noch feucht ist. Nur dann lässt sich das Klebeband wieder leicht entfernen.

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