Der umweltfreundlichste Strom

20. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Energie und Heizen

Inzwischen wird bei 15 Prozent der Verbrauchern die Entscheidung zum Wechsel ihres Stromversorgers maßgeblich vom Wunsch bestimmt Ökostrom zu beziehen. Viele Stromanbieter reagierten auf dieses neue Verbraucherbewusstsein mit einem verstärkten Angebot an erneuerbaren Energien.

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Quelle: www.pixelio.de / Andi H

Strom, der aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, bezeichnet man als Ökostrom oder auch als grünen Strom. Bei seiner Produktion verlässt man sich nicht auf eine einzige Energiequelle, sondern auf eine ganze Reihe von Energiequellen und zwar: Wasserkraft, Windkraft, Sonnenenergie, Biomasse und Geothermie.

Im Unterschied dazu besteht der Strom in Deutschland bislang aus fossilen Brennstoffen, Atomenergie und zu einem geringer Anteil aus erneuerbaren Energien. Der Anteil an Strom, der mit Hilfe von erneuerbaren Energien ins Stromnetz gespeist wird, stieg dank dem „Erneuerbaren Energien – Gesetz“ aus dem Jahr 2000 innerhalb von 8 Jahren auf 15 Prozent an. Alle Stromanbieter in Deutschland leiten ihren Strom in dasselbe Stromnetz, deshalb nutzen auch alle Verbraucher denselben Strommix.

Anbieter

Ziel der Ökostrom-Anbieter ist es, den Anteil an erneuerbaren Energien zu erhöhen, um alle deutschen Haushalte mit einem umweltfreundlicheren Strommix zu versorgen. Außerdem können Sie mit dem Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter den Ausbau erneuerbarer Energie-Anlagen fördern. Denn mit jedem Ökostrom-Verbraucher wächst der Anteil an Strom, der aus erneuerbaren Energien gewonnen wird.

Deutschlandweit können Sie bereits von über 500 Stromanbietern Ökostrom beziehen. Aber nicht alle Stromversorger, die mit Ökostrom für sich Werbung machen, produzieren auch tatsächlich welchen. Viele erwerben nur so genannte RECS-Zertifikate (Renewable Energy Certificate System) von Ökostromherstellern. Ökostrom-Produzenten können ihr RECS-Zertifikat weiterverkaufen. So können auch Stromversorger, die keinen Ökostrom produzieren in den Besitz solcher Zertifikate kommen.

Zertifizierung

Deshalb sind verlässliche Gütesiegel, die die Produktion von umweltfreundlichem Strom bestätigen, für den Verbraucher unbedingt notwendig. Einen „richtigen“ Ökostrom-Anbieter erkennen Sie daran, dass er nicht nur in neue ökologische Anlagen investiert, sondern auch detaillierte Angaben über den Ursprung des Stroms aufführt.

Gütesiegel der folgenden Institutionen können Sie vertrauen:

  • OK Power
  • Grüner Strom e.V.
  • TÜV Nord und TÜV Süd
  • Landesgewerbeanstalt Bayern

Preis

Obwohl Ökostrom tendenziell teurer ist als gewöhnlicher Strom, lohnt sich ein Preisvergleich. Denn oft sind Ökostrom-Anbieter günstiger als der regionale Grundversorger oder der regionale Marktführer.

Die Kosten schwanken bundesweit zwischen 390 Euro bis etwa 600 Euro, bei einem Verbrauch von 2.000 Kilowattstunden. Somit können Sie mit Hilfe einer umfassenden Recherche einen günstigen Ökostrom-Anbieter finden.

Durch eine verstärkte Nutzung von Ökostrom wird gleichzeitig der Anteil an produziertem Kohlenstoffdioxid je erzeugter Kilowattstunde reduziert. Das bedeutet, wenn Sie Ökostrom beziehen, tragen Sie gleichzeitig dazu bei, den Stromanteil, der durch Atomkraftwerke gewonnen wird, zu senken und somit den Treibhauseffekt zu reduzieren. Im günstigsten Fall können Sie dabei auch noch Geld sparen.

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